| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Das Netz |
| Produktionsland: | Deutschland |
| Erscheinungsjahr: | 2004 |
| Länge (PAL-DVD): | 121 Minuten |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Stab | |
| Regie: | Lutz Dammbeck |
| Drehbuch: | Lutz Dammbeck |
| Produktion: | Lutz Dammbeck |
| Musik: | Jörg U. Lensing |
| Kamera: | James Carman, István Imre, Thomas Plenert |
| Schnitt: | Margot Neubert-Maric |
| Besetzung | |
|
|
Das Netz ist ein Buch und Dokumentarfilm von Lutz Dammbeck über Entstehung des Internets und möglicher Parallelen aus den Bereichen Kunst und Lebenskultur. Der Film zeigt und interviewt Personen, die an der Entwicklung der Technologien des Internets oder deren soziologischen Theorien beteiligt waren.
Als Konterpart wird die Entwicklung des technophoben Protagonisten Theodore Kaczynski, der zahlreiche Anschläge auf technikschaffende Personen als Unabomber ausführte, dargestellt.
Inhaltsverzeichnis |
Ausgangspunkt ist die kybernetische Betrachtung des Internets und die Parallelen zur modernen Kunstszene. Das erste Interview wird mit dem amerikanischen Literaturagenten John Brockman geführt, dessen Autor David Gelernter, ein Informatiker, von einer Bombe des Unabombers verletzt wird. Brockman beschreibt seine persönlichen Anfänge in der Kunst und der erfolgreichen Verbindung mit moderner Informatik. Kultur der Kopie – Daraufhin begibt sich die Dokumentation auf die Spur des Unabombers und dessen Manifesto.
Im folgenden Interview wird der Autor Stewart Brand befragt, welcher in den 1970er Jahren an Acidtests teilnimmt und das Computernetz WELL initiiert.
Im folgenden kommt das Manifesto des Unabombers und er selbst über Briefwechsels in das Geschehen.
Nun erfolgt eine Darstellung der Zusammenhänge zwischen Wissenschaft und Militär. Dabei wird auf das wissenschaftliche Angebot Norbert Wieners eingegangen, der im Zweiten Weltkrieg für die Regierung der USA arbeitete. Wiener ist der Begründer der Kybernetik. Die theoretische Darstellung der Kybernetik beginnt mit einer Abhandlung über SAGE und das ARPANET.
Die soziologischen Ansätze der Macy-Konferenzen, über Kybernetik, die Ansätze der Frankfurter Schule eine Faschismusskala zu entwickeln, werden als Einflüsse für die Entwicklung des Internets skizziert.
Begleitet wird der Film von einer Art Mind Map des Autors, auf welcher er die Leitbegriffe des Films ja nach Sequenz aufzeichnet. Im Hintergrund hört man teilweise Radionachrichten des damals laufenden Kriegs in Afghanistan.
Dammbeck wird dafür kritisiert, den mehrfachen Mörder Theodore Kaczynski als Theorieträger zu stilisieren. Dammbeck konfrontiert die meisten seiner Interviewpartner mit Kaczynskis Manifesto, diese aber lehnen seine Methoden kategorisch ab, gehen aber auf die Kritik mit eigenen Argumenten ein.
Dammbeck stellt sich aber im Film die Frage, warum keiner über den Unabomber reden will und vermutet ein „System“, das jegliche Kritik als Energie aufnimmt, um sich selbst zu perfektionieren.