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DivX

11. Sep 2008, 16:23
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Dieser Artikel behandelt den Video-Codec. Für das US-amerikanische DVD-Miet-System, siehe DIVX.
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DivX
Basisdaten
Entwickler: DivX Inc.
Aktuelle Version: Version 6.8
(2008)
Betriebssystem: Microsoft Windows 2000, Microsoft Windows XP, Microsoft Windows Vista, Mac OS X
Kategorie: Video-Codec
Lizenz: Proprietär
Deutschsprachig: ja
divx.com

DivX (engl. [daɪvˈɛks], dt. [dɪfˈɪks]), dessen Name eine Anspielung auf ein US-amerikanisches Verleihsystem für Video-DVDs namens DIVX (Digital Video Express, 1998–2001) darstellt, ist wie Xvid oder HDX4 ein MPEG-4-kompatibler Video-Codec, der von DivX Inc. (früher DivXNetworks Inc.) entwickelt wurde. Der Codec ist für seine Fähigkeit bekannt, große Videodateien bei guter Qualität vergleichsweise stark komprimieren zu können.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte von DivX

DivX 3.11 und frühere Versionen des Codecs entstanden, indem Microsofts MPEG-4-Codec gehackt wurde; dieser war durch einen französischen Hacker namens Jérôme Rota (Pseudonym: Gej, okzitanisch für „verrückt“) aus einer Betaversion des Windows Media Players extrahiert worden. Das „Project Mayo“ war geboren, dem sich kurze Zeit später vier weitere Programmierer anschlossen. In den frühen Versionen des „DivX Playa“ zierte das „Project Mayo“ Emblem, was jedoch aufgrund vieler Fragen von Nutzern später entfernt wurde. Der Hack modifizierte den Microsoft-Codec, um das komprimierte Video nicht nur als ASF-Datei, sondern auch als AVI-Datei speichern zu können. Außerdem unterstützte der ursprüngliche Microsoft-Codec nur Bitraten von maximal 256 kbps; in der gehackten Version waren es bis zu 6.000. Die von Rota gegründete Firma DivXNetworks, Inc. entwickelte später eine völlig neue Version, um in den USA Patentverletzungen zu vermeiden. DivXNetworks hat in den USA ein Patent auf den neuen Codec angemeldet.

Der jeweils aktuelle DivX-Codec für Windows 2000, Windows XP, Windows Vista und Mac OS X kann von der DivX-Website heruntergeladen werden. Für Windows 98 und Windows ME steht seit der DivX-Codec-Version 6.0 nur mehr der DivX-Player zum Herunterladen bereit.

[Bearbeiten] DivX-Formate

Ein typischer DVD-Film ist sechs bis acht Gigabyte groß, mit der DivX-Videokompression lässt sich der Film auf einer CD-ROM (650 bis 700 MB) speichern. Die Qualität bleibt auch bei im Vergleich zu MPEG-2 niedrigen Bitraten von 650 bis 1.000 kbit/sec relativ hoch, bei Szenen mit viel Bewegung können jedoch Kompressionsartefakte entstehen.

Mit der Weiterentwicklung des DivX-Codecs wurden wiederholt technische Verbesserungen erzielt. Vor allem die seit Version 4 unterstützte Multipass-Kodierung mit variabler Bitrate hat hierzu beigetragen, bei welcher in einem ersten Kodierungsdurchlauf die Ursprungsdatei analysiert wird hinsichtlich der Komplexität der aufeinanderfolgenden Einzelbilder. Erst in einem der darauffolgenden Durchläufe (meistens einer) wird die endgültige Videodatei erzeugt. Der Vorteil hierbei ist, dass bei gleichbleibendem Speicherplatzbedarf komplexe und schnell bewegte Szenen eine höhere Bitrate zugewiesen bekommen, während diese bei langsamen, ruhigen Bildfolgen wiederum verringert wird.

Neuere Versionen unterstützen zudem verschiedene MPEG-Verfahren (sogenannte MPEG-Tools) wie beispielsweise anamorphe Codierung und Global Motion Compensation, was bei annähernd gleicher Bildqualität wiederum zu einer Verringerung des Speicherplatzbedarfes führt.

Der Erfolg von DivX im Heimbereich hat sich in den letzten Jahren so weit gesteigert, dass der Codec auch von DVD-Spielern unterstützt wird. Außerdem verfügen verschiedene Digitalkameras über eine Video-Aufnahmefunktion im DivX-Format.

Um sich weiter im Heimbereich zu festigen, wird die Breite an Abspielmöglichkeiten weiter gesteigert, indem der Codec auch für den Einsatz auf anderen Plattformen weiterentwickelt wird. So gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Filme in ressourcen- und speicherschonenden Formaten für den Einsatz auf PDAs und Handhelds als auch für den anspruchsvollen Heimkinoeinsatz in hochauflösenden Formaten (High Definition Television) zu komprimieren.

Filme mit hochauflösendem Bild verlangen sowohl mehr Leistung vom Prozessor als auch mehr Speicherplatz. Jedoch liegt der Speicherbedarf deutlich unter dem eines vergleichbaren MPEG-2-Filmes.

[Bearbeiten] Kritik

Obwohl der DivX-Codec gute Kompressionsresultate erbringt, ist er umstritten. Kritiker bringen vor allem zwei Argumente vor: Der Codec ist erstens nicht quelloffen, somit ist die Weiterentwicklung nicht garantiert. Zweitens können DivX-Filme mit DRM versehen werden, womit die Verkäufer zum Beispiel limitieren können, wie oft ein Film betrachtet werden kann. Außerdem weist DivX nicht mehr die beste Kompression auf: Der H.264-Codec schneidet in Sachen Portabilität, Kompression und Qualität deutlich besser ab, es gibt sogar eine freie Variante x264, die mittlerweile zunehmend in Alltagsanwendungen wie etwa der ZDFmediathek, DVB-T, HD DVD und Blu-ray Disc oder dem iPod verwendet wird. Kritiker sehen deshalb den Höhepunkt von DivX bereits überschritten und setzen auf quelloffene Codecs. Auch der in letzter Zeit zunehmend beliebter werdende quelloffene MPEG-4-Video-Codec Xvid erreicht mindestens die Qualitätsstandards von DivX.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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