| Eclipse | |
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![]() Eclipse mit Wiki-Plug-in |
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| Basisdaten | |
| Entwickler: | Eclipse Foundation |
| Aktuelle Version: | 3.5.2 Galileo SR2 (26. Februar 2010) |
| Betriebssystem: | plattformunabhängig |
| Programmiersprache: | Java |
| Kategorie: | IDE |
| Lizenz: | EPL (früher CPL) |
| Deutschsprachig: | teilweise, über Sprachpakete |
| eclipse.org | |
Eclipse (von engl.: eclipse = Finsternis, Verdunkelung) ist ein quelloffenes Programmierwerkzeug zur Entwicklung von Software verschiedenster Art. Ursprünglich wurde Eclipse als integrierte Entwicklungsumgebung für die Programmiersprache Java genutzt, aber mittlerweile wird es aufgrund seiner Erweiterbarkeit auch für viele andere Entwicklungsaufgaben eingesetzt. Für Eclipse gibt es eine Vielzahl von Erweiterungen sowohl quelloffen als auch von kommerziellen Anbietern.
Eclipse selbst basiert auf Java-Technik, seit Version 3.0 auf einem so genannten OSGi-Framework namens Equinox.
Inhaltsverzeichnis |
Eclipse ist der Nachfolger von IBM Visual Age for Java 4.0. Der Quellcode für Eclipse wurde am 7. November 2001 von IBM freigegeben.[1] Etwa die Hälfte der derzeitig am Eclipse-Basisframework arbeitenden Entwickler wird weiterhin von IBM bezahlt. Am 2. Februar 2004 beschloss das von IBM geführte Eclipse-Konsortium die Gründung der rechtlich eigenständigen Eclipse Foundation, die seitdem für die Entwicklung von Eclipse verantwortlich ist.
Eclipse unterstützt die Java-Version 5 seit Version 3.1 und Java 6 seit Version 3.2. Ab 2006 wurden die Veröffentlichungstermine neuer Versionen der wichtigsten Eclipse-Komponenten harmonisiert, um Versionskonflikte zu vermeiden und Eclipse-Anwendern die Nutzung zu erleichtern.
So wurden in den Jahren 2006 (Projektname Eclipse Callisto) mit Eclipse 3.2 und 2007 (Eclipse Europa) mit Eclipse 3.3 jeweils am 30. Juni eine große Anzahl an einzelnen Eclipse-Projekten in verschiedenen Programmpaketen zusammengefasst und veröffentlicht.[2][3] Turnusgemäß wurde am 25. Juni 2008 die Version 3.4 (Projektname Eclipse Ganymede) freigegeben.[4]
Die Version 3.5 – Projektname Galileo – wurde termingerecht fertiggestellt, die Freigabe erfolgte am 24. Juni 2009.[5]
Überblick über die Releases:
Bis einschließlich zur Version 2.1 war Eclipse als erweiterbare IDE konzipiert. Seit Version 3.0 ist Eclipse selbst nur der Kern, der die einzelnen Plug-ins lädt, die dann die eigentliche Funktionalität zur Verfügung stellen. Diese Funktionalität basiert auf Equinox. Sowohl Eclipse als auch die Plug-ins sind vollständig in Java implementiert. Zur Erstellung der grafischen Oberfläche wurde SWT verwendet. Zur Darstellung der GUI-Komponenten basiert SWT ähnlich wie AWT auf den nativen GUI-Komponenten des jeweiligen Betriebssystems. Eclipse ist daher nicht plattformunabhängig, wird aber für 14 verschiedene Systeme und Architekturen bereitgestellt. Die Plug-ins lassen sich durch einen Download direkt von einem Update-Server oder durch einfaches Entpacken installieren.
Das frei verfügbare Eclipse SDK umfasst die Eclipse Plattform, Werkzeuge zur Java-Entwicklung (Java Development Tools JDT) und die Umgebung zur Entwicklung von Eclipse-Plug-ins (Plug-in Development Environment PDE).
Eclipse bietet die Rich Client Platform, welche es Anwendungsentwicklern ermöglicht, basierend auf dem Eclipse Framework von der Eclipse-IDE unabhängige Anwendungen zu schreiben, eine Übersicht befindet sich unter[7]. Beispielsweise basiert IBM Workplace Clients auf Eclipse RCP.
Die folgenden Komponenten (Plug-ins) werden mindestens für ein Eclipse-Rich-Client-Platform-Programm benötigt:
Weitere Eclipse Komponenten, wie das Hilfesystem oder das automatische Updatesystem, können auch eingesetzt werden. Üblicherweise wird das Eclipse OSGi Framework Equinox zum Bundling der Komponenten eingesetzt.
Die Oberfläche von Eclipse bietet verschiedene Konzepte, um die Arbeit mit Quelltexten oder anderen Ressourcen zu vereinfachen.
Sichten (Views) sind bei Eclipse kleine Fenster, welche Aufgabenbereiche unter verschiedenen Sichtweisen anzeigen. Diese Fenster können durch Drag and Drop beliebig angeordnet werden, in Form von Tabs, die durch Klick auf den Reiter aktiviert werden, in Form von dauerhaft sichtbaren Fenstern oder in Form von fast views, die als Symbole in einer weitgehend frei positionierbaren Leiste angeordnet sind und die nur bei Klick auf das Symbol eingeblendet werden.
Beispiele für Views sind
Editoren sind die Sichtfenster, die meist den Quelltext mit Syntaxhervorhebung anzeigen, wobei es meist für jede unterstützte Programmiersprache einen eigenen Editor gibt (zum Beispiel für Java, C, PHP, Python, HTML, aber auch einen einfachen Texteditor). Genauso gibt es aber auch visuelle Editoren (beispielsweise UML-Editoren oder Drag-and-Drop-Editoren für die Erstellung von grafischen Benutzeroberflächen), oder solche, die Baumstrukturen anzeigen (zum Beispiel der XML-Editor). Sie nehmen naturgemäß in der Regel den meisten Raum des Programmfensters ein. Mehrere geöffnete Quelltexte werden als Reiter geöffnet, die über Tabs am oberen Rand in den Vordergrund gebracht werden können, weiterhin können Tabs fixiert werden, so dass der zugehörige Quelltext nicht versehentlich geschlossen wird. Auch Editoren können weitgehend frei per Drag and Drop angeordnet werden. Eine Datei kann in mehreren Editoren gleichzeitig geöffnet werden.
Interaktive Funktionalitäten sind bei den Editoren für Programmiersprachen meist vorhanden:
Allerdings verfügt Eclipse standardmäßig nicht über eine Funktionalität zum automatischen Umbrechen von langen Codezeilen. Es existiert jedoch ein nachinstallierbares Plug-in namens Wordwrap, das diese Aufgabe erledigt.
Perspektiven sind vollständige Anordnungen von Menü- und Symbolleisten, Views und Editoren. Sie sind weitgehend konfigurierbar und benutzerdefinierte Konstellationen können gespeichert und geladen werden. Meistens bringen Plug-ins, die man nachinstalliert, vorkonfigurierte Perspektiven mit, die dann den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden können.
Für die Eclipse-IDE wurden schon zahlreiche Erweiterungen geschrieben, teils proprietär, teils frei verwendbar. Primär wird Eclipse als Java-IDE verwendet, dabei kommen vor allem die in den Java Development Tools zusammengefassten Plug-ins zum Einsatz. Es existieren aber etliche Plug-ins für andere Sprachen oder zur Entwicklung von OSGi-Bundles. Dazu zählt vor allem das CDT-Projekt (C/C++ Development Tooling), das C und C++ unterstützt, jedoch nur die GNU Compiler Collection abdeckt. Darüber hinaus gibt es auch Plug-ins für Perl, PHP, ColdFusion, Ruby, Python, C#, Fortran, Ada2005 usw. Diese können auf bequeme Art und Weise über ein Menü in Eclipse eingebunden werden. Neben Plug-ins für konkrete Programmiersprachen gibt es auch solche, die allgemeine Entwicklungsprozesse unterstützen, wie beispielsweise Mylyn für „aufgabenorientierte Entwicklung“ oder Saros für verteilte Paarprogrammierung. Oft sind diese Ergänzungen – anders als das Kernprogramm – nur auf Englisch erhältlich.
Neben den Java Development Tools gibt es viele weitere Projekte, die ebenfalls auf der Eclipse-Website koordiniert werden. Ein solches Projekt ist das Eclipse Tools Project, das verschiedene Hilfsmittel entwickelt, die von Entwicklern erweitert werden können. Weitere Projekte sind das Eclipse Modeling Framework (EMF) und das Graphical Editing Framework (GEF). Mit EMF lässt sich ein Datenmodell erstellen, das zum Beispiel auf UML basieren kann. GEF ist ein Projekt, das es Entwicklern erlaubt, mit Hilfe eines existierenden Datenmodells schnell einen grafischen Editor zu erstellen.
Die Eclipse Foundation wird durch ihre Mitgliedsorganisationen unterstützt. Dabei werden drei Arten von Mitgliedschaft unterschieden: Strategische Mitglieder, Mitglieder, die Add-ins bereitstellen und assoziierte Mitglieder. Die Strategischen Mitglieder sind entweder Strategische Entwickler (Strategic Developers) oder Strategische Abnehmer (Strategic Consumers). Strategische Entwickler sind folgende Unternehmen (Stand Oktober 2009)[8]: Actuate, brox, CA, cloudsmith, Genuitec, IBM, Innoopract, itemis AG, Nokia, Obeo, Oracle, SAP, Sonatype, Sopera.
Strategische Abnehmer sind Hewlett-Packard und SAP.
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