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Fotowiderstand

28. Aug 2008, 18:45
elektrisches Schaltsymbol
elektrisches Schaltsymbol
Anwendung in einem US-amerikanischen, elektromechanischen Dämmerungsschalter für die Straßenbeleuchtung. Aufbau aus einem lichtabhängigen Widerstand(LDR, rechts), der in Reihe mit der Heizspule (orange) des Thermo-Bimetallschalter geschaltet ist. Im Dunkeln steigt der Widerstand des LDR, durch erkalten verbiegt sich das Bimetall und schaltet den Stromkreis ein.
Anwendung in einem US-amerikanischen, elektromechanischen Dämmerungsschalter für die Straßenbeleuchtung. Aufbau aus einem lichtabhängigen Widerstand(LDR, rechts), der in Reihe mit der Heizspule (orange) des Thermo-Bimetallschalter geschaltet ist. Im Dunkeln steigt der Widerstand des LDR, durch erkalten verbiegt sich das Bimetall und schaltet den Stromkreis ein.
CdS-Fotowiderstand; die fotoempfindliche Widerstandsschicht befindet sich zwischen den kammartigen Kontaktflächen
CdS-Fotowiderstand; die fotoempfindliche Widerstandsschicht befindet sich zwischen den kammartigen Kontaktflächen

Ein Fotowiderstand (engl.: LDR - Light Dependent Resistor) ist ein lichtabhängiger Widerstand aus einer amorphen Halbleiter-Schicht.

Je höher der Lichteinfall, desto kleiner wird aufgrund des inneren fotoelektrischen Effekts ihr elektrischer Widerstand. Fotowiderstände werden hinsichtlich ihrer Empfindlichkeit nur vom Photomultiplier übertroffen, reagieren jedoch sehr langsam (Bereich 100 ms bis einige Sekunden).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufbau

Sie bestehen oft aus einer CdS (Cadmiumsulfid)- oder CdSe (Cadmiumselenid)-Schicht, diese hat etwa die gleichen Farb-Empfindlichkeitskurve wie das menschliche Auge oder Fotofilme. Daher verwendet man sie gern in Belichtungsmessern von Kameras, wenn keine schnellen Reaktionszeiten gefordert sind.

[Bearbeiten] Materialien

Für Infrarot werden Materialien wie Bleisulfid (spektrale Empfindlichkeit bei Wellenlängen von (0,3…3,5) µm) und Indiumantimonid (Wellenlänge (4,5…6,5) µm) verwendet[1].

[Bearbeiten] Eigenschaften

LDR müssen gekühlt betrieben werden, bereits bei Zimmertemperatur sorgt die Wärmebewegung der Atome für einen erhöhten Dunkelstrom. Fotowiderstände werden durch folgende Parameter gekennzeichnet:

  • Dunkelwiderstand (Widerstandswert des Fotowiderstands bei Dunkelheit), typisch 1 MOhm bis 100 MOhm
  • Hellwiderstand (Widerstandswert des Fotowiderstands bei 1000 lx), typisch 100 Ohm bis 2 kOhm
  • Ansprechzeit (Zeit, die nach Einschalten einer Beleuchtungsstärke von 1000 Lux nach Dunkelheit vergeht, bis der Strom 65% seines spezifizierten Wertes erreicht hat), typischer Wert 1 bis 3 ms
  • Spektralbereich (materialabhängige spektrale Empfindlichkeitskurve)

[Bearbeiten] Anwendungen

CdS-Fotowiderstände werden in Kameras, Belichtungsmessern und in Dämmerungsschaltern eingesetzt.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

http://www.nullohm.de/berichte/widerst.htm
http://www.umnicom.de/Elektronik/Schaltungssammlung/Licht/LichtMessung/LDR/LDR.html

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. VALVO-Taschenbuch 1965

[Bearbeiten] Weblinks

http://www.vias.org/mikroelektronik/sensor_photowid.html

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