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GLX

29. Jun 2008, 13:18

GLX (Abkürzung für OpenGL Extension to the X Window System) unterstützt die lückenlose Verbindung zwischen OpenGL und dem X Window System. Es ermöglicht OpenGL-Programmen, auf ein Fenster des X-Window-Systems zu zeichnen.

GLX besteht aus drei Teilen:

  • Einer API, welche dazu benutzt wird, OpenGL-Programme für das X-Window-System zu schreiben.
  • Einer Erweiterung des X-Protokolls, welches dem Client (der OpenGL-Applikation) erlaubt, 3D-Render-Befehle an den X-Server (die Software, welche für die Anzeige zuständig ist) zu senden. Client und Server können dabei auf verschiedenen Rechnern laufen.
  • Einer Erweiterung des X-Servers, welche die empfangenen Render-Befehle übersetzt und sie an die hardwarebeschleunigte 3D-Grafikkarte sendet oder sie per Software, unter Verwendung der Mesa-Bibliothek, rendert (was sehr viel langsamer ist).

Wenn ein Client und Server auf dem selben Rechner laufen und eine 3D-beschleunigte Grafik mit passendem Treiber verfügbar ist, können die letzteren beiden Komponenten mit Hilfe von DRI umgangen werden: Das Client-Programm kann dann direkt auf die Grafikhardware zugreifen, was weitere Geschwindigkeitsvorteile bringt.

Auf einem laufenden X-Server können eine Menge an Diagnoseinformationen über GLX, eingeschlossen der GLX-Optiken, die das System unterstützt, mit dem Befehl "glxinfo" extrahiert werden. Das Demonstrationswerkzeug "glxgears" unterstützt eine grobe Einschätzung der Geschwindigkeit der 3D-Render-Einrichtung.

GLX wurde von Silicon Graphics entworfen und befindet sich momentan in Version 1.4. Der Free-X-Server X.Org unterstützt GLX (und Mesa und DRI) seit seiner ersten Version, der X-Server XFree86 seit Version 4.0.

Die Windows-Variante wird WGL genannt.

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