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Gran Turismo (Untertitel: „The Real Driving Simulator“) ist eine Videospiel-Reihe, die exklusiv für die Sony PlayStation, PlayStation 2 und Playstation 3 sowie künftig für die PlayStation Portable (PSP) erhältlich ist bzw. sein wird.
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Die Spielereihe wurde von Polyphony Digital entwickelt. Sie zählt zur Gattung der Rennspiele. Die gesamte Reihe hat laut Angaben von Sony Computer Entertainment bisher mehr als 50 Millionen verkaufte Spiele erreicht.[1] Die neueste Auflage, Gran Turismo 5: Prologue (2008) wurde in der ersten Woche 374.607 mal in Europa verkauft.[2]
In der Version Gran Turismo 4 beginnt der Spieler seine Spielkarriere mit einem Anfangskapital. Von diesem muss er zunächst einen Wagen erwerben, um damit an ersten kleinen Rennserien gegen andere Fahrer teilnehmen zu können und somit seinen Kontostand aufzubessern. Von diesem Kapital kann der Spieler nun seinen Wagen modifizieren, um seine Leistung und sein Handling zu verbessern, um gegen die stärker werdenden Gegner bestehen zu können. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die kleinen Rennserien zu wiederholen und so beispielsweise für einen neuen Wagen zu sparen.
Um im weiteren Spielverlauf an neuen Rennserien teilnehmen zu können, werden verschiedene Lizenzen benötigt. Diese kann der Fahrer durch bestehen von verschiedenen Lizenzprüfungen erhalten. Der Schwierigkeitsgrad der Rennen steigt mit fortlaufendem Spielverlauf ebenso wie die Preisgelder, wodurch der Spieler gezwungen wird, die Wagen in seinem Besitz zu tunen oder neue Wagen zu kaufen. Die eigenen Wagen kann der Spieler verkaufen, um Geld für neue Fahrzeuge zu erhalten.
Das Spielprinzip des Teils Gran Turismo 5: Prologue ist ähnlichen dem des vierten Teils, allerdings gibt es vorgegebene Missionen, die teilweise die alten Rennserien mit einbeziehen. Nach Erwerb der Klassen C, B und A (in aufsteigender Reihenfolge) und der später kommenden S-Klasse erhält man jeweils ein Fahrzeug.
Komplett neu sind die neuen Multiplayer-Missionen, die sich wöchentlich ändern. Dabei starten alle Teilnehmer in angepassten Fahrzeugen auf einer Strecke und es gibt Geldpreise (Credits).
Das Alleinstellungsmerkmal der Serie gegenüber anderen Vertretern dieses Genres ist das große Angebot an verschiedenen Automodellen von real existierenden Herstellern. In Gran Turismo 4, aus dem Jahr 2005, stehen dem Spieler über 700 Autos, als Neu- und Gebrauchtwagen, von Marken wie z. B. Nissan, VW, Toyota, Audi, BMW und Mercedes-Benz zur Verfügung. Besonders hervor zu heben ist die breite Palette an unterschiedlichen Fahrzeugklassen. [3] Zum Erscheinungstermin von GT4 waren Fahrzeuge im Spiel vorhanden, die im Handel zu diesem Zeitpunkt noch nicht erhältlich waren. Nur wenige Fahrzeuge, wie der Toyota Triathlon Race Car, der Nike One oder der Caterham Fireblade können in den Rennserien nicht eingesetzt werden. Für sie bleibt die Probefahrt auf zahlreichen Strecken.
Bis auf wenige Ausnahmen, können alle Fahrzeuge in Gran Turismo 4 modifiziert werden. Dazu ist den werkseigenen Tuningunternehmen bei den Herstellern ein Tuning-Bereich (z. B. Nismo bei Nissan) eingerichtet worden. Dort bekommt man für jeweils vergleichbare Summen die besten Motoren-, Getriebe-, Bremsen- und Fahrwerks-Upgrades, die für Geld zu haben sind. Bei voll getunten Fahrzeugen steigen auch die Einsatzmöglichkeiten bei schwereren Rennserien, so dass insgesamt weniger Fahrzeuge gebraucht werden. Zusätzlich kann man bei den Tuningunternehmen und in der Tuning-Abteilung einiger japanischer Hersteller bereits vormodifizierte Sportwagen kaufen, die mit diversen Tuningteilen vor-ausgestattet sind.
Im Gegensatz zu anderen Rennspielen wird in der Spielereihe kein Schadensmodell für die virtuellen Fahrzeuge verwendet. Viele Hersteller hatten eine Darstellung ihrer beschädigten Autos strikt abgelehnt und dies als Bedingung für die Lizenzvergabe gemacht. Kazunori Yamauchi, Chefentwickler der GT-Reihe, sagte in mehreren Interviews bezüglich Gran Turismo 4, dass die Rechenleistung der PlayStation 2 nicht ausreichend sei, um Kollisionsschäden so realistisch darzustellen, wie es das Entwicklerteam erwarte. Da man aber keine unecht wirkenden Features in der Reihe wolle, habe man deshalb auf die Darstellung äußerer Kollisionsschäden verzichtet. Auch Gran Turismo 5: Prologue hat kein Schadensmodell. Nur der zweite Teil der GT-Reihe enthält Rennmodi, in denen die Reifen des Spielerfahrzeugs bei Kollisionen mit der Fahrbahnbegrenzung oder gegnerischen Autos in Mitleidenschaft gezogen werden.
GT4 beinhaltet etwa 50 Strecken, davon einige real existierende wie Le Mans, Laguna Seca, Suzuka, Motegi, Fuji und die Nürburgring-Nordschleife. Der Realismusanspruch des Entwicklerteams ging dabei soweit, dass fast alle Fahrzeuge im Original gefahren und die dabei entstandene Geräuschkulisse für das jeweilige Modell in das Spiel mit übernommen wurde. Bei der Streckenführung der Nordschleife soll es keine Abweichung von mehr als fünf Zentimetern in alle Richtungen gegenüber der Originalstrecke geben. Selbst die Rundenzeiten von professionellen Rennfahrern weichen im Spiel denen, die sie in der Realität fahren, um nicht mehr als ein Prozent ab.
Weiterhin gibt es (seit GT 2) auch Rallye-Strecken mit matschigem Boden, seit GT 4 auch schnee- und eisbedeckte Strecken.
Sony zählt auch minimale Variationen bei einer Strecke gleich als neuen Kurs. Tatsächlich bietet GT 4 "nur" 40 unterschiedliche Strecken, einige davon in mehreren Variationen. Jede fiktive Rennstrecke ist in der Regel auch rückwärts befahrbar.
Gran Turismo wurde als Rennspiel und nicht als Rennsimulation entworfen. Die Entwickler haben bereits beim 1997 erschienenen ersten Teil der Reihe einfache Steuerbarkeit mit realistischer Fahrphysik vereint. Zwar bleibt das Fahrzeug auch in eigentlich ausweglosen Situationen zumindest teilweise beherrschbar und Fahrfehler haben selten katastrophale Auswirkungen, aber die Fahrdynamik ist aufgrund der realistischen Elemente trotzdem in der Lage, den Eindruck eines echten Rennens mit leistungsstarken Fahrzeugen zu vermitteln. Insbesondere die verschiedenen Eigenschaften sowie die Vor- und Nachteile von vorderachs-, hinterachs- und allradgetriebenen Fahrzeugen werden dargestellt. Andere technische Aspekte, die keinen so unmittelbaren Einfluss auf die Fahrdynamik haben, wie etwa die Leistungssteigerung durch Turbolader sind dagegen vereinfacht worden. So wird der nachlassende Grip von Reifen berücksichtigt, jedoch nicht der Verschleiß an den Bremsbelägen oder alternde Dämpfer.
Für Gran Turismo 4 wurde die Fahrphysik erstmals innerhalb der GT-Serie grundlegend überarbeitet.
GT 1 und GT 2 sind grafisch gleichwertig und bieten eine Auflösung mit 240 Zeilen. Angesichts der Möglichkeiten der Playstation wird weder Kantenglättung noch Texturfilterung geboten. Die Grafik erhielt dennoch gute Kritiken, weil die Animation in fast allen Situationen sehr flüssig bleibt, und damals bezüglich des Realismus neue Maßstäbe setzte.
GT 3 und insbesondere GT 4 machen von der Playstation-2-Hardware Gebrauch und bieten gefilterte Texturen. Durch den Foto-Modus (seit GT 4) gelangten jedoch Beispielbilder in die Medien, welche nicht den tatsächlichen Ingame-Eindruck wiedergeben. Die PAL-Version nutzt im Spiel eine Auflösung von 512 × 512 (im 3:2-Format), der Foto-Modus bietet Auflösungen bis zu 1280 × 960 und erzeugt Bilder mit Motion Blur und Supersampling-Antialiasing, worauf man im tatsächlichen Spiel verzichten muss.
Die NTSC-Version von GT 4 bietet einen 480p-Modus und einen 1080i-Modus für HDTV-Besitzer.
GT 5 bietet eine grundlegend überarbeitete Grafik, ausgegeben werden kann das Bild in 576i, 720p und auch 1080p.
Bereits das Original-Gran Turismo machte wahlweise vom analogen Controller Gebrauch. Für GT 4 (welches auch mit dem PS2-Standardcontroller gespielt werden kann) wurde von Logitech das Driving Force Pro entwickelt. Der 900°-Modus, 450° Einschlagwinkel in beide Richtungen, wird nicht von allen PC-Spielen genutzt. Gran Turismo war eines der ersten Spiele, das die Force-Feedback-Funktion des DualShock-Controllers unterstützte. Der Controller wurde zeitgleich mit dem Spiel ausgeliefert. Bei Gran Turismo 5 soll eine angeschlossene PSP als Rückspiegel benutzt werden können, bei GT 5 Prologue ist dies trotz damaliger Ankündigung noch nicht möglich, wird aber eventuell durch ein Update nachgeliefert werden.
Im März erschien das offizielle Update Spec II. Es enthält neue Fahrzeuge und einige technische Updates wie eine Ideallinie und einen 2 Spieler-Modus mit Splitscreen. Das Spiel wird nicht neu mit dem Update verkauft. Ohne das Update kann der Online-Modus nicht verwendet werden.
Das Anfang Oktober 2008 erschienen Update auf Spec III beinhaltet drei neue Fahrzeuge, höhere Preisgelder in den Veranstaltungsrennen und eine Anpassung des Schwieigkeitsgrades. Weiter wurden einige Fehler bei der Eingabe behoben und die Regeln für Zeit- und Driftrennen geändert[5].