Als Höchstspannung werden elektrische Spannungen ab 150.000 Volt (150 kV) bezeichnet.
Höchstspannungen haben bei der Übertragung gleich großer elektrischer Leistungen in der Energieübertragung geringere ohmsche Verluste als bei kleineren Spannungen zur Folge. Sie werden deshalb zur Übertragung von hohen Leistungen genutzt. Als Leiter werden meist Freileitungen verwendet, es kommen jedoch vermehrt auch Kabel zum Einsatz. Erzeugt werden diese Spannungen durch Transformatoren. Auch die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung findet als Höchstspannungs Gleichstrom Übertragung (UHVDC, ultra high voltage direct current) mit 800 kV im Bereich der Höchstspannung statt.
Als Höchstspannung bei physikalischen Experimenten werden elektrische Spannungen über 1.000.000 V bezeichnet.
Benötigt werden sie für Plasmaphysik, Blitztests, Elektrostatik oder auch für Filmkulissen.
Diese Höchstspannungen lassen sich nicht durch Transformatoren oder Kaskaden erzeugen, weil Transformatoren nicht ausreichend isoliert werden können und Kaskaden zu viele Stufen brauchen. Zur Erzeugung von Höchstspannung gibt es drei wichtige Geräte: Tesla-Generator, Marx-Generator und den Van-de-Graaff-Generator. Ein veraltetes Gerät zur Erzeugung von Höchstspannung war die Influenzmaschine, eine Vorstufe des Van-de-Graaff-Generator.
| Tesla-Generator | Marx-Generator | Van-de-Graaff-Generator | |
|---|---|---|---|
| Erfinder | Nikola Tesla | Erwin Otto Marx | Robert Jemison Van de Graaff |
| Erfindungsjahr | 1896 | 1923 | 1929 |
| Arbeitsweise | Induktiv | Kapazitiv | Statisch |
| Eingang | Hohe Wechsel- oder Gleichspannung | Hohe Gleichspannung | Rotation |
| Ausgang | Hochfrequente Wechselspannung | Impulse | Gleichstrom |
| Dauerleistung | mittel | - | gering |
| Impulsleistung | mittel | hoch | mittel |
| Gefahr | gering | hoch | mittel |
| Herstellung | mittel | leicht | schwer |
| Anschaffungskosten | gering | hoch | mittel |