HP 9000 ist die Bezeichnung für die ab 1982 von Hewlett Packard gefertigten, HP-UX basierten Workstation und Server-Systeme. Nachdem 1982 die Workstation HP 9020 (laut Werbung der Mainframe für den Desktop des Ingenieurs oder Entwicklers) mit der HP eigenen 32-Bit FOCUS-Architektur das Licht der Welt erblickte, entschied Hewlett-Packard alle technischen Workstations als HP 9000 zu vermarkten. Aus der 32-Bit HP-9020 Workstation wurde HP 9000 Model 520, danach folgte die 16-Bit, Motorola basierte HP-9836, sie wurde zur HP 9000 Model 236. Ab 1985 waren alle HP 9000 Systeme mit 32-Bit 68k CPUs aus dem Hause Motorola bestückt. Die neueren Systeme mit Motorola Design wurden als HP 9000 Serie 300 vertrieben. 1989 übernahm HP den Workstation-Hersteller Apollo Computer und bot ab 1990 deren ebenfalls vorwiegend Motorola 68k basierte Systeme als HP Apollo 9000 series 400 an, Neben HP-UX konnten die Workstations der Serie 400 alternativ auch mit dem von Apollo übernommenen Domain/OS betrieben werden.
Mit der Entwicklung der eigenen PA-RISC CPU-Architektur wurden die Serien 700 für die Workstations und 800 für die Server eingeführt. In den ersten Jahren war diese Nummerierung die einzige Namensgebung für Server und Workstations (z. B. 735 Workstation) dieser Generation. Später wurde dazu übergegangen die Systeme mit Buchstaben zu klassifizieren um auch Leistungs-Kategorien gegeneinander abzugrenzen, die sich vorher nur kryptisch aus der Nummerierung heraus lesen ließen.
Aber auch bei den bis heute gültigen Buchstaben-Klassifizierungen liegen die Nummerierungen zu Grunde. Entsprechende Systemmeldungen, zum Beispiel mit dem Befehl uname liefern Systemnummern wie eine 785.
Wohl in Anspielung auf den allwissenden HAL 9000 aus Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum stattete HP erstmals seine überaus innovativen Serie 500 Baureihen mit dem Namenszusatz 9000 aus. Ein Namenszusatz der bis heute geblieben ist.