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HTML-Rendering

26. Nov 2008, 10:10
Verbreitung von verschiedenen HTML-Renderingengines zwischen 1994 und 2006.

HTML-Rendering ist die visuelle Repräsentation von HTML.

HTML war ursprünglich eine (strukturelle) Beschreibung von Text, eine Art von Rich Text mit Hyperlink-Funktionalität, von dem Erfinder des World Wide Web, Tim Berners-Lee, „IIRC Hypertext“ genannt. HTML gibt dem Text eine zusätzliche Semantik (kennzeichnet etwa Überschriften). Zwar gibt es HTML-Attribute, die direkt das Layout beschreiben, diese sind jedoch in XHTML und neueren Standards nicht gern gesehen und werden nur noch aus Gründen der Kompatibilität unterstützt.

Das spiegelt wider, dass HTML nicht festlegen soll, wie ein Dokument anzuzeigen ist. Dadurch ist HTML so flexibel, dass es z. B. in einer Beamer-Präsentation, auf einem Computermonitor, einem PDA oder einem Schwarz-Weiß-LCD angezeigt werden kann. All diese Anzeigegeräte haben unterschiedliche Anforderungen an die visuelle Gestaltung des Inhaltes. Da HTML keine solche Gestaltung festlegt, kann das Anzeigeprogramm die semantische Struktur anzeigegerätespezifisch interpretieren und das visuelle Layout mehr oder weniger frei gestalten.

Das HTML-Rendering ordnet dieser eher semantisch-strukturellen Definition eine visuelle Darstellung des Textes zu.

Dies geschieht in allen modernen Browsern mittels Cascading Style Sheets (CSS). Die Stylesheets enthalten eine Liste von Selektoren (Bedingungen an die Teilstruktur des HTML-Dokuments, die zutreffen müssen, damit die Regeln angewendet werden) und Regeln (Attribute, die auf der entsprechenden Teilstruktur zugeordneten visuelle Repräsentation angewendet werden). Per Voreinstellung liefert der Browser ein Stylesheet aus, das ein von den üblichen Webbrowsern gewohntes Layout erzeugt. Damit können die meisten Webseiten, die für andere Webbrowser entwickelt wurden, angezeigt werden. CSS ist jedoch sehr flexibel. Es ist möglich, diesen Satz von Regeln komplett pro Benutzer oder pro Dokument auszutauschen. Dadurch sind den Darstellungsvarianten somit fast keine Grenzen gesetzt.

Das HTML-Rendering ist also ein Teilbereich eines Webbrowsers, der einer eher semantisch orientierten Dokumentenstruktur eine visuelle Darstellung zuordnet. Eine Rendering-Engine interpretiert das Layoutmodell, das durch CSS definiert wurde und füllt in dieses Layout den durch HTML semantisch angereicherten Text.

[Bearbeiten] Liste von Rendering-Engines

grafisch
Gecko (u.a. verwendet von Mozilla Firefox)
KHTML (u.a. Konqueror)
WebKit (u.a. Safari)
Presto (Opera)
Trident (Internet Explorer für Windows)
Tasman (u.a. Internet Explorer für Macintosh)
ICab
Robin (The Bat)
textbasiert
Lynx
Links

[Bearbeiten] Audio-Rendering

Es gibt auch Audio-Rendering von HTML durch eine CSS-Teilspezifikation, mit der eine synthetische Stimme beim Vorlesen von Hypertext durch CSS-Attribute „navigiert“ wird. Audio-Rendering ist jedoch nicht in den gängigen Webbrowsern implementiert. Audio-Rendering gibt es nur in Spezialanwendungsprogrammen (Screenreader) für Blinde oder stark sehbehinderte Menschen.

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