Hans Christian Ørsted (* 14. August 1777 in Rudkøbing; † 9. März 1851 in Kopenhagen) war ein dänischer Physiker und Chemiker.
Inhaltsverzeichnis |
Ørsted wurde als Sohn eines Apothekers geboren. Mit seinem um ein Jahr jüngeren Bruder Anders bildete er sich autodidaktisch aus. Zunächst wollten er und sein Bruder Prediger werden. Im Alter von zwölf Jahren half er in der Apotheke seines Vaters aus. Hiernach studierte er Naturwissenschaften und Pharmazie an der Universität Kopenhagen, an der er ab 1806 Professor für Chemie und Physik war. Als er 1851 in Kopenhagen verstarb, war er anerkannter Physiker, Chemiker und Astronom; seine Grabstätte liegt auf dem Assistens Friedhof im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro.
1819 isolierte Ørsted erstmals Piperidin, ein Jahr später entdeckte er mit einem Kompass die magnetische Wirkung des elektrischen Stromes und konstruierte im gleichen Jahr das Piezometer. 1825 stellte er erstmals Aluminium her.
Ørsted war nicht der Erste, der einen Zusammenhang zwischen Elektrizität und Magnetismus entdeckte. Bereits 18 Jahre zuvor wurden seine Beobachtungen von dem Italiener Gian Domenico Romagnosi gemacht und gerieten wieder in Vergessenheit. Ørsted erkannte sofort die Tragweite der Verknüpfung beider Phänomene und löste die Entwicklung der Elektrizitätslehre und Elektrotechnik aus.
Nach Ørsted wurde die veraltete cgs-Einheit der magnetischen Feldstärke (abgekürzt mit dem Einheitenzeichen Oe) benannt (Formelzeichen: H).
Er war Freimaurer.[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ørsted, Hans Heinrich Christian |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Physiker und Chemiker |
| GEBURTSDATUM | 14. August 1777 |
| GEBURTSORT | Rudkøbing |
| STERBEDATUM | 9. März 1851 |
| STERBEORT | Kopenhagen |