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Hardwarefehler

7. Nov 2008, 14:32

Der Hardwarefehler ist im Gegensatz zum Programmfehler die Bezeichnung für das Versagen von Hardware einer elektronischen Datenverarbeitungsanlage. Dies kann sowohl durch Fehler im Design oder der Herstellung, als auch durch nachträgliche Veränderungen verursacht werden. Eine häufige Quelle für Hardwarefehler in Folge nachträglicher Veränderungen ist die Übertaktung. Während Herstellungs- und Designfehler in der Regel irreversibel sind und erst beim nachfolgenden Produkt behoben werden können, sind Hardwarefehler in Folge nachträglicher Veränderungen, sofern noch keine physikalischen Schäden an Hardwarekomponenten aufgetreten sind, reversibel, in dem die Veränderungen rückgängig gemacht werden.

Einer der bekanntesten Fehler im Design ist der Pentium-FDIV-Bug: Ein Prozessor der Marke Pentium hat bei Gleitkommadivisionen falsche Ergebnisse geliefert, was zu einem großen Wirbel in der Öffentlichkeit führte, aber keine anderen spektakulären Auswirkungen hatte.

Eine zunehmend häufige Ursache für Hardwarefehler liegt in der Tatsache begründet, dass die Hardwarestrukturen immer weiter verkleinert werden. So können bereits geringe Fertigungsabweichungen sowohl zu sofortigen als auch schleichenden Hardwarefehlern führen. Zudem führt der normale Betrieb, insbesondere Temperaturwechselbelastungen, zu bleibenden Veränderungen (Alterung), die bei Überschreiten von Toleranzgrenzen Hardwarefehler auslösen.

Hardwarefehler führen meist dazu, dass sich die auf der Hardware laufenden Programme und das System nicht wie spezifiziert verhalten. In so einem Fall ist zunächst nicht bekannt, ob ein Hard- oder Softwarefehler vorliegt. Kann ein Hardwarefehler nicht ausgeschlossen werden, wird zu dessen Lokalisierung möglichst fehlerfreie und einfach handhabbare Software benötigt, die sich vorzugsweise komplett von einem Wechselmedium (Diskette, CD-ROM, USB-Stick) aus starten lässt.

Da Hardwarefehler nie auszuschließen sind, werden in sicherheitsrelevanten Bereichen fehlertolerante Systeme verwendet.

Zu den häufigen Hardwarefehlern, die sowohl ab Werk als auch erst später im Betrib auftreten können, gehören defekte Sektoren auf Festplatten und defekte Speicherbereiche in Speicherriegeln, die üblicherweise als Arbeitsspeicher (RAM) eingesetzt werden. Wegen der Häufigkeit dieser Hardwarefehler existieren für beide Fälle einfache Diagnoseprogramme, die auch von Wechselmedien aus gestartet werden können.

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