Als Hintergrundprozess bezeichnet man in der Informatik einen Prozess, der mit dem Benutzer nicht direkt agiert und damit asynchron zu der Benutzerschnittstelle agiert. Die Benutzeraktion erfolgt meist durch Hilfsprozesse, vor allem Anwendungsprogramme, die der Benutzer bedient.
Hintergrundprozesse laufen asynchron zu der Betriebssystem-Shell ab. Moderne Unix-Shells sind in der Lage, jeden beliebigen Prozess als Hintergrundprozess zu starten
Unter Unix und seinen Derivaten kann ein Prozess in einer Shell im Hintergrund gestartet werden, in dem dem Aufruf ein Et-Zeichen (&) angehängt wird:
cp -r /grosses/verzeichnis /ziel/verzeichnis &
Bei einem solchen Aufruf geben moderne Shells meist die Prozess-ID des gestarteten Prozesses aus. Mit dem kill-Kommando kann der Hintergrundprozess beendet oder ggf. per Signalen gesteuert werden.
Typische Programme, die für den Betrieb als Hintergrundprozess konzipiert sind, sind Daemons.
Beim Versuch, Daten von der Standardeingabe zu lesen, wird ein Hintergrundprozess durch ein Signal angehalten. Generell sollten Hintergrundprozesse keinen Gebrauch von den Standard-Datenströmen machen.