Als Host (engl. Wirt, Gastgeber) wird ein in einem Rechnernetz eingebundenes Betriebssystem bezeichnet, das Server oder Clients beherbergt.
Neben komplexen Betriebssystemen von Computern können auch spezialisierte Betriebssysteme von Netzwerkgeräten wie Routern und Druckerservern Hosts sein. Jedes System, das wie üblich seine Netzwerkkonfiguration durch das Dynamic Host Configuration Protocol beziehen kann, ist zumindest Host eines DHCP-Clients.
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Während für Hosts von Servern in der Vergangenheit Rechner mit überdurchschnittlichem Speicherplatz und schnellen Prozessoren eingesetzt wurden, ist die Hardware heute oft auf dem Niveau durchschnittlicher Arbeitsplatz-Rechner. Nach oben sind allerdings, nach wie vor, keine Grenzen gesetzt.
Hosts von Servern laufen in der Regel permanent. Daher werden bevorzugt Komponenten eingesetzt, die für den Dauerbetrieb ausgelegt sind, wie zum Beispiel SCSI- anstelle von IDE-Festplatten. Bei höheren Anforderungen an Leistung und Ausfallsicherheit kommen Systeme mit mehreren Prozessoren, größerem Arbeitsspeicher, höherer Speicherkapazität, RAID-Systemen, redundanten Netzteilen und USVs zum Einsatz.
Prinzipiell können Hosts von Servern auf jeder Art von Computer betrieben werden. In Rechenzentren sind solche Computer in der Praxis meist im 19"-Format (19 Zoll breit, 1 HE hoch) gebaut, damit sie in ein standardisiertes 19"-Rack passen, um den vorhandenen Platz optimal auszunutzen. Andere Formen sind die so genannten Bladeserver. Google benutzt für seine Infrastruktur Standard-PCs, weil für sie somit der Preis pro Rechenkapazität am kleinsten ist und Platz für Google eine untergeordnete Rolle spielt.
Viele Webhoster bieten ihren Kunden eigene (dedizierte) Hosts im Rechenzentrum des Hosters an. Das Rechenzentrum des Hosters ist meist mit einer sehr schnellen Internet-Anbindung, Vor-Ort-Support und Sicherheitsmaßnahmen (gegen z. B. Feuer oder Stromausfall) ausgestattet. Ein Dedicated Host wird vom Hoster eingekauft und installiert, steht dann aber einem Kunden exklusiv zur Verfügung – durch größtmögliche Homogenität bei der eingesetzten Hardware kann der Hoster hier defekte Komponenten schnell und günstig vor Ort austauschen. In einer Kollokation kann ein Kunde seine von ihm gekauften und installierten Computer einsetzen, meist stellen die Hoster hierbei Bedingungen an den Formatfaktor.
Das Konzept Virtueller Hosts ist im Großrechnerbereich schon länger im Einsatz, Vorreiter war hier IBM. Auf PC basierten Hosts werden Virtuelle Hosts erst eingesetzt, seitdem deren Hardware leistungsfähig genug ist, um mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einer Maschine laufen lassen zu können.
Virtuelle Hosts werden eingesetzt, wenn von einer einzelnen Maschine unterschiedliche Dienste angeboten werden sollen, die jeweils ihr eigenes Betriebssystem-Umfeld benötigen (vgl. Dedizierter Host).
Virtuelle Hosts erlauben einen schnellen und problemlosen Umstieg auf neue, leistungsfähigere Hardware oder das Verlagern einzelner Virtueller Hosts mit den darauf laufenden Servern auf eine andere Maschine.
Virtuelle Hosts lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Virtuelle Hosts auf Basis von Betriebssystemen und Virtuelle Hosts auf Basis von Emulation.
Siehe dazu auch: Virtuelle Maschine
Ein Gastgeber-Betriebssystem (engl.: Host) beherbergt mehrere Gast-Betriebssystem-Umgebungen (engl.: Guest), die gegeneinander abgeschottet sind und nur über das Gastgeber-Betriebssystem auf die Hardware des Hosts zugreifen dürfen.
Virtualisierung auf Betriebssystembasis gibt es auf unterschiedlichen Ebenen:
Das Gastgeber-System emuliert alle Systemaufrufe auf Hardware-Ebene oder emuliert eine komplette Hardwarearchitektur (inkl. CPU, Speicherzugriffen usw).
Ein klassischer Emulator ist aus Gastgebersicht meist ein ganz normales Programm, so ist es z.B. möglich, auf PCs Software für Palm Handhelds zu testen, alte C64-Software zu benutzen, oder ein komplettes x86-Windows-System auf einem PowerPC-Apple- oder HP-Unix-Rechner laufen zu lassen.
Will man "nur" andere Betriebssysteme (welche prinzipiell für die gleiche Hardwarearchitektur geeignet sind) oder Instanzen auf einer physischen Maschine laufen lassen, bietet sich im Gegensatz zur Emulation die Virtualisierung an. Beispiele: VirtualPC, VMware.
Die Grenzen zwischen Virtualisierung und Emulation sind fließend, zumal zur Zeit auch "Mainstream"-Prozessoren um Virtualisierunghilfen ergänzt werden (z. B. Intel VT und AMD-V) oder diverse Lösungen Programmcode des Gastsystems vor der Ausführung (teilweise) in für den Host-PC geeigneten Code umformen.
Die Konfiguration von Apache-HTTP-Servern enthält eine VirtualHosts-Direktive[1], die mehrere getrennte Websites auf einem einzigen Host ermöglicht.
Zwei Formen sind zu unterscheiden:
So werden zum Beispiel Anfragen an die Hosts de.wikipedia.org und en.wikipedia.org vom selben Host mit unterschiedlichen Inhalten beantwortet.
Auf dem Host kann ein einziger HTTP-Server für alle virtuellen Hosts oder für jeden virtuellen Host ein eigener HTTP-Server mit eigenständiger Konfiguration laufen.
| Die Artikel Host (Informationstechnik) und Dedizierter Server überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Bitte äußere dich in der Diskussion über diese Überschneidungen, bevor du diesen Baustein entfernst. 88.76.202.169 23:43, 22. Jun. 2007 (CEST) |
Als Dedizierter host (engl. dedicated host) wird ein Host bezeichnet, der nur für eine Aufgabe abgestellt wird (dedicated service) oder nur einem Kunden zugeordnet ist (dedicated customer).
Anstatt mehrere Server (Dienste) auf einem Host laufen zu lassen, wird jedem Server ein eigener Dedizierter Host gewidmet. Als Hosts kommen Physische Hosts und Virtuelle Hosts zum Einsatz.
Beispiele: eine alte, eine aktuelle und eine Entwicklungsversion eines Webservers, die alle auf demselben Port laufen sollen oder ein Webserver, der die Website eines einzelnen Kunden beinhaltet, die wegen ihres Umfangs, ihrer Besucherfrequenz oder wegen technischen Besonderheiten (z. B. Verwendung eines Content-Management-Systems) nicht gemeinsam mit anderen Websites auf einem gemeinsamen, geteilten Server (Shared Server) liegen kann.
In der Webhosting-Branche wird der Begriff des Dedizierten Servers häufig für Miet-Host-Angebote benutzt. Dabei vermietet der Provider einen Virtuellen Host (siehe oben) oder einen kompletten Physischen Host (siehe oben) inklusive Stellplatz, Klimatisierung und Energieversorgung. Einige Anbieter bezeichnen dedizierte Hosts, auf denen der Kunde root-Rechte besitzt, irreführend als Root-Server (vgl. aber dazu DNS Root Nameserver).
Dedicated Hosts kommen zum Einsatz, wenn:
Als Managed Host oder irreführend als Managed Server werden Hosts bezeichnet, deren Betriebssystem und Software (Server) vom Anbieter (in der Regel Internetdiensteanbieter) überwacht und aktualisiert wird. Als Host kann dabei ein Physischer Host oder ein Virtueller Host zum Einsatz kommen (siehe oben). Virtuelle Hosts werden i.d.R. vom Anbieter zur Verfügung gestellt (vermietet), physische Hosts werden vom Kunden gemietet, geleast oder gekauft. Ist der Host einem einzelnen Kunden gewidmet, spricht man von einem Managed Dedicated Host.
Die am Markt befindlichen Managed Host-Angebote umfassen oft erweiterte Services wie zum Beispiel Telefonsupport, Boot-Service und einfache Reparaturen. Dies soll die Vorteile eines Dedizierten Hosts mit denen eines Webhosting-Angebotes vereinen, indem dem Kunden administrative Aufgaben abgenommen werden, hohe Verfügbarkeit der Hardware gewährleistet wird und trotzdem eine individuelle Konfiguration der Server auf diesem Host möglich ist.
Zum Leistungsumfang von Managed Hosts gehören häufig: Betriebssystem-Updates, Software-Updates, Anwendungsinstallation, erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten, Telefon-Support, erweiterter technischer Support, Firewall- Services, Security Scans/Audits, Anti-Spam/Virus-Schutz, Backup-Services, Server-Monitoring und Recovery, Datenbank-Management, Control-Panel-Software.