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Hotfolder

8. Feb 2007, 00:28

Der Begriff Archivordner oder englisch Hotfolder bezeichnet im EDV-Bereich die gängige Bezeichnung für einen "überwachten Ordner". Technisch gesehen ist ein Hotfolder eine unidirektionale Schnittstelle zur Interprozesskommunikation.

Ein Hotfolder ist eine Behelfslösung, um zwei oder mehr Programme, die über keine direkte Schnittstelle verfügen, über das Dateisystem kommunizieren zu lassen.

Die Ausgaben von Prozess 1 machen sich durch Änderungen in einem bestimmten Ordner im Dateisystem bemerkbar. Prozess 2 überwacht diesen Ordner, der damit zu einem Hotfolder wird, und kann so auf die Ausgaben von Prozess 1 reagieren. Überwachen bedeutet in diesem Fall, dass Prozess 2 in periodischen Zeitabständen den Inhalt des Ordners auf Veränderungen absucht; das periodische Abfragen einer Schnittstelle bezeichnet man als Polling.

Beispielsweise werden aus PostScript-Dateien, die in einen Hotfolder abgelegt werden automatisch PDF-Dateien erstellt, diese PDF-Dateien gedruckt und in einem bestimmten anderen Archivordner gespeichert.

Die Verwendung von Hotfoldern erfolgt meist im Rahmen von Arbeitsabläufen (workflow) bzw. beschleunigen diese.

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