Registrieren Passwort vergessen?

Informationstechnik

26. Aug 2008, 00:05

Informationstechnik (IT) ist ein Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung sowie für die dafür benötigte Hard- und Software. Häufig wird die englisch ausgesprochene Abkürzung IT [aɪ tiː] verwendet.

Die teils synonym benutzte Benennung „Informationstechnologie“ kommt aus dem Englischen und ist eine Übersetzung der englischen Benennung information technology, bezeichnet also die mit diesem Gebiet verbundene Technik oder Technologie

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bedeutung

Die Informationstechnik stellt ein Bindeglied zwischen der klassischen Elektrotechnik und der (relativ jungen) Informatik dar. Das wird z. B. dadurch ersichtlich, dass sich viele elektrotechnische Fakultäten, Fachhochschulen und Abteilungen höherer Schulen (z. B. Höhere Technische Lehranstalten, HTLs) in „Informationstechnik“ oder zumindest in „Elektrotechnik und Informationstechnik“ bzw. „Informationstechnologie“ umbenennen.

Der Informationstechnik nahe ist die Technische Informatik, die sich unter anderem mit Schaltnetzen und -werken sowie dem Aufbau und der Organisation von Computern beschäftigt. Aber auch die (Hardware-)Aspekte der Ausgabe- und Eingabegeräte, also klassische und zukünftige Mensch-Maschine-Schnittstellen (Human-Computer Interfaces), gehören in diesen Bereich.

Digitale Signalverarbeitung und Kommunikationstechnik sind wiederum Grundlage für Rechnernetze. Das Zusammenwachsen von Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik wird daher auch oft als Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) oder Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) bezeichnet.

Entwicklungen der IT haben in den letzten Jahrzehnten viele Lebensbereiche verändert, so neben der Wirtschaft auch die Wissenschaft. Hierbei ist auch die Erforschung und Entwicklung der Mensch-Computer-Interaktion zunehmend relevant geworden.

[Bearbeiten] Gebiete

Vier Teilgebiete werden heute teils unterschieden:

  • Kommunikations-IT befasst sich mit dem Einsatz der Telekommunikation.
  • Unterhaltungs-IT ist mit Spielgeräten und Multimedia-Anwendungen befasst.
  • Business-IT beinhaltet die IT von Handel, Börse, Versicherungen, Banken und Steuerwesen.
  • Industrielle IT ist befasst mit der Vernetzung der Maschinen in Herstellungs- und Produktionsprozessen innerhalb eines Werkes, zunehmend aber auch über die Werk- und Firmengrenzen hinweg (Supply Chain). Neuerdings wird die Industrielle IT direkt an die Geschäftsprozesse angebunden. So entstehen etwa Schnittstellen zwischen den Bussystemen, die die Maschinen steuern, und den Ressourcen-Planungs-Systemen (ERP-Software).

[Bearbeiten] Kritik

In letzter Zeit geriet die IT-Branche bei globalisierungskritischen- und Umweltorganisationen in Kritik. Diese werfen führenden IT-Unternehmen vor, sie würden nicht nachhaltig mit den Ressourcen wie Coltan, Kobalt oder Gold umgehen. Da diese wichtigen Rohstoffe der Elektronikindustrie außerdem teilweise aus Krisengebieten, wie dem Kongo stammen, ist unklar welche Abbaubedingungen in den Minen herrschen und wofür die Gewinne aus dem Metallabbau genutzt werden. Die IT-Unternehmen lassen heutzutage einen Großteil ihrer Produkte von Zulieferern herstellen. Kritiker werfen ihnen vor, dass sie auf ihre Zulieferer vor allem aus Schwellen- und Entwicklungsländern einen enormen Druck ausüben, so billig wie möglich zu produzieren. Damit lassen sie zu, dass die Arbeiter keinen ausreichenden Arbeitsschutz erhalten, ihre Arbeitsrechte verletzt werden und die Umwelt geschädigt wird. Außerdem wird durch die meist sehr kurze Nutzungsdauer der Geräte viel umweltbelastender Elektroschrott verursacht, der oft illegal in Afrika oder Asien landet. Deshalb fordern Kritiker mehr Transparenz und Verantwortungsbewusstsein von den Unternehmen. Kampagnen, die für diese Ziele eintreten, sind makeITfair sowie PC Global, die auch in Deutschland aktiv sind. Viele Organisationen, die in diesem Themenfeld aktiv sind, haben sich im Good-Electronics-Netzwerk zusammengeschlossen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Siegfried Wendt: Nichtphysikalische Grundlagen der Informationstechnik Interpretierte Formalismen. Springer, Berlin 1991.
  • Horst Jansen, Heinrich Rötter: Informationstechnik und Telekommunikationstechnik (Lernmaterialien). Europa-Lehrmittel, Haan: 2003, ISBN 3-808-53623-3.
  • Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik (Das Basiswissen für die Informationsgesellschaft des 21.Jahrhunderts). Vogel, Würzburg 2002, ISBN 3-802-31897-8.
  • Klaus Gotthardt: Grundlagen der Informationstechnik. Lit-Verlag, Münster 2001, ISBN 3-825-85556-2.
  • Michaela Abdelhamid, Dirk Buschmann, Regine Kramer, Dunja Reulein, Ralf Wettlaufer, Volker Zwick: Gabler / MLP Berufs- und Karriere-Planer IT und e-business 2006/2007. Gabler, 2006, ISBN 978-3-8349-0179-8.
  • Walter Hehl: Trends in der Informationstechnologie. Von der Nanotechnologie zu virtuellen Welten. vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich, 2008, ISBN 978-3-7281-3174-4.

[Bearbeiten] Wörterbücher

  • Dietmar Schanner: Wörterbuch Informationstechnik und Medien. Cornelsen, ISBN 3-464-49417-9.

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary
 Wiktionary: Informationstechnik – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Wikibooks
 Wikibooks: EDV – Lern- und Lehrmaterialien

[1] [2] [3]

Dieser Artikel ist eine Kopie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Am Originalartikel kann jeder Korrekturen und Ergänzungen vornehmen. Zudem kann man frühere Versionen einsehen.