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Colpitts-Schaltung

14. Okt 2008, 10:55

Der Colpitts-Oszillator, benannt nach Edwin H. Colpitts, wurde vor Jahrzehnten für die damals übliche Röhrentechnik mit einer Betriebsspannung von etwa 200 V entworfen und ist im nebenstehenden Bild als Transistorschaltung (Emitterfolger) dargestellt, die mit erheblich geringerer Spannung auskommt. Gegenüber dem früher erfundenen Meissner-Oszillator oder Hartley-Oszillator benötigt er nur eine Spule ohne Anzapfung. Der Schwingkreiskondensator C ist aufgeteilt in die zwei Kondensatoren C1 und C2. Die Hochfrequenz-Wechselspannung am oberen Anschluss von C1 ist doppelt so groß wie am oberen Anschluss von C2. Mit der Spannungsverstärkung des Transistor von 0.99 und dem Spannungsteiler R3, R4 ergibt sich eine Gesamtspannungsverstärkung von etwas über 1, wie für einen Oszillator nötig. Die Widerstände R1 und R2 bestimmen den Arbeitspunkt des Transistors. Über C3 wird der Schwingkreis gleichspannungsfrei an den Eingang des Verstärkers gekoppelt. Über C4 wird das Ausgangssignal des Oszillator ausgekoppelt.

Für einen Abstimmoszillator im Superhet Empfänger ist der Colpitts-Oszillator schlecht geeignet. Eine Änderung der Kapazität des Abstimmkondensators C1 bewirkt auch eine Änderung der Gesamtverstärkung. Die Hartley-Schaltung oder Clapp-Schaltung ist besser als Abstimmoszillator geeignet.

Die Daten von Spule und Kondensator des Schwingkreises definieren im Wesentlichen die erzeugte Frequenz (Thomsonsche Resonanzformel). Die Zusatzkapazitäten der restlichen Bauelemente verringern diese berechnete Frequenz um einige Prozent.

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