Zur Messung von hohen Spannungen werden oft kapazitive Spannungsteiler herangezogen. Eine Berechnung bzw. Realisierung erfolgt über eine serielle Anordnung von mindestens zwei Kondensatoren. Es sei hier ein in einer Schaltung befindlicher Kondensator Cv und eine Messkapazität Cm. Die Messkapazität sollte in Bezug auf Cv relativ groß gewählt werden um die eigentliche Schaltung nicht verfälschend zu beeinflussen.
In einer Serienschaltung sind die Ladungen Q der Kapazitäten gleich groß. Das ergibt sich aus den Spannungsfällen über den Kondensatoren multipliziert mit der jeweiligen Kapazität. Wie bereits bekannt ist die Ladung Q = C · U
aus Uq = Q/Cges und Um = Q/Cm werden die Gleichungen Q = Cges · Uq
und Q = Cm · Um -> wobei Cges eine Serienschaltung von zwei Kondensatoren
darstellt und sich zu Cges = (Cv · Cm)/(Cv + Cm) berechnet.
Durch Gleichsetzen der beiden Ansätze für Q ergibt sich:
Cges · Uq = Cm · Um
somit für Um = Cges · Uq · (1/Cm)
mit einsetzen für Cges =(Cv · Cm)/(Cv + Cm) lässt sich Cm kürzen.
Zum Abschluss erhält man nun seine Messspannung Um = Uq · Cv/(Cm + Cv)