Ein Kartenhaus wird aus Spielkarten, Bierdeckeln oder Dominosteinen errichtet und ist ein recht instabiles Bauwerk.
Eine Kulturgeschichte des Kartenhausbaus ist nicht bekannt. Doch die Redewendung, dass etwas einstürzt wie ein Kartenhaus ist seit dem 19. Jahrhundert belegt. Es entstand vermutlich, um Kindern bei Familienfeiern, Taufen oder Hochzeiten die Zeit zu verkürzen, während sich die Erwachsenen nach dem Essen unterhalten haben.
Das Kartenhaus kann mit dieser Bauweise relativ groß werden. Kartenhäuser werden aus Zeitvertreib oder zur Übung der Konzentration gebaut. Manche psychologische und motorisch orientierte Tests für Vorschulkinder enthalten das Bauen eines Kartenhauses. Wenn das Kartenhaus nicht schon bei der Errichtung in sich zusammenfällt, kann man noch abwechselnd versuchen, Karten aus dem Kartenhaus zu entfernen. Beispielsweise beim kleinen Kartenhaus unter 4.) (s. Aufbau) kann man eine der beiden unteren Karten in der Mitte wahrscheinlich entfernen, ohne dass es zusammenfällt.
Am 6. November 1999 überbot Bryan Berg in Berlin seinen eigenen Weltrekord für das höchste Kartenhaus. Sein neuer Rekord: Ein 7,71 m hohes Haus mit 91.800 Karten in 131 Stockwerken.
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Das Bauen eines Kartenhauses kann auch als Geschicklichkeitsspiel für zwei oder mehr Personen gespielt werden: Jeder Spieler muss, sobald die Reihe an ihm ist, das Kartenhaus um zwei Karten erweitern.
Es wird solange gebaut, bis dass das Haus zusammenfällt oder alle Karten verbraucht sind. Ist das Kartenpaket vollständig verbraucht, so müssen die Spieler reihum jeweils zwei Karten entfernen.
Der Spieler, bei dessen Aktion das Haus einstürzt, hat verloren.
Die Redewendung es stürzte ein (oder wird zusammenfallen) wie ein Kartenhaus meint, dass eine Sache oder eine Hoffnung jäh zunichte gemacht wird oder ein gefährliches Ende nehmen wird.
Das Kartenhaus in der Literatur ist ein poetisches Bild der Hinfälligkeit, ein Topos, der vor allem in der Literatur des Sturm und Drang häufige Verwendung findet, so zum Beispiel in Klingers Drama „Sturm und Drang“, ferner auch bei Gotter, Goethe und Schiller.
1.) Zuerst werden zwei Karten aneinandergelehnt:
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2.) Dann werden zwei weitere Karten daran gestellt, die ebenfalls aneinander gelehnt werden:
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3.) Der Zwischenraum wird dann mit einer Karte horizontal überbrückt:
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4.) Auf der so entstandenen Plattform können wieder zwei Karten (wie unter 1 beschreiben) gestellt werden.
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Für diesen typischsten Aufbau eines Kartenhauses kann man mit der Formel 3/2n(n+1)-n (wobei n = Anzahl Stockwerke ist) die benötigte Anzahl Karten, die man für den Bau benötigt, errechnen.
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