Das Programm Lex wird im Compilerbau benutzt, um Scanner für die lexikalische Analyse von Quelltexten zu erstellen. Ein Lexikalischer Scanner ist Teil eines Compilers.
Lex wird oft in Kombination mit Yacc, der für die syntaktische Analyse zuständig ist, genutzt.
Inhaltsverzeichnis |
Damit Lex ein Analyseprogramm generieren kann, muss eine Beschreibungsdatei erstellt werden. In dieser Datei werden sogenannte Token mittels regulärer Ausdrücke definiert.
Hier ein Beispiel einer solchen Datei:
%{
#include "y.tab.h"
extern int yylval;
%}
%%
"=" { return EQ; }
"!=" { return NE; }
"+" { return PLUS; }
"-" { return MINUS; }
";" { return SEMICOLON; }
"print" { return PRINT; }
[0-9]+ { yylval = atoi(yytext); return NUMBER; }
...
#endif
Das resultierende Analyseprogramm liest den Quellcode des zu kompilierenden Programmes ein und teilt diesen in Token ein. Sollte dies nicht möglich sein, liegt ein syntaktischer Fehler vor. Diese Token werden dann dem syntaktischen Analyseteil bzw. -programm eines Compilers übergeben.
Für einen Beispiel-Quellcode wie...
print 15+5;
...wären die Token:
Es ist zu Beachten, dass Lex keine Kenntnis von erlaubter Syntax hat. Konkret bedeutet dies, dass der Beispiel-Code
15+ print; 5
ebenfalls in dieselben Token überführt würde (lediglich in anderer Reihenfolge).
lex(1) – Linux-Manpage (Englisch)