Der Lochkartensortierer (englisch Sorter) war ein Hilfsmittel der elektromechanischen Datenverarbeitung. Er sortiert Lochkartenstapel auf- und absteigend nach folgenden Merkmalen:
Anders als ein Lochkartenmischer oder eine Tabelliermaschine war der Lochkartensortierer auf eine Stelle fixiert. Ebenso fehlte die Programmierbarkeit.
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Das Sortieren hat folgende Ziele:
in dem im Lochkartenmischer eingeführten Beispiel einer Telefonfirma die z. B. Kundendaten gelocht hatte war es möglich,
oder
nach dem Mischen waren die Lochkarten der Kundendaten nicht verloren, sie konnten aussortiert werden, sofern sie eindeutige Sortiermerkmale trugen. es reicht:
Hier beschrieben an der am meisten aufgetretenen Form der Lochkarte (80 Spalten, pro Spalte die Dezimalziffern 0 - 9 plus zwei Überlochungen, die per Mehrfachlochung alphanumerische Werte oder Sonderzeichen ermöglichten) und dem Maschinensortierer ergeben sich folgende Sortierziele:
den Stapel ins Eingabefach, Sortierer starten, das Ergebnis dem jeweiligen Sortierfach entnehmen.
Der Bürstensatz der Sortiermaschine (sowie die auf max. 13 ausgelegten Ausgabefächer) sortierte jeweils nur eine der 80 Spalten eines Lochkartenstapels. Eine mehrstellige Sortierung bedeutete also ein Aufstapeln (Handarbeit) der sortierten Lochkarten aus den Ausgabefächern in der gewünschten Reihenfolge (aufsteigend/absteigend) und erneute Sortiervorgänge (Einlegen ins Eingabefach, Einstellung der Bürsten auf die Spalte des nächste Sortierziels).
Der erste mechanische Lochkartensorterer geht direkt auf den Begründer der maschinellen Datenverarbeitung Herman Hollerith zurück. Schon seine Maschinen Ende des 19. Jahrhunderts hatten Sortierfächer. Die Lochkarte wurde per Hand in die Lesestation eingelegt, eine Klappe am Sortierfach signalisierte dem "Operator" in welches Fach er die Karte abzulegen hatte.
In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden elektromechanische Sortierer entwickelt, zum Beispiel die IBM 080 von 1925. Das steigerte die Verarbeitungsgeschwindigkeit drastisch. Sie hatten rechts ein Eingabefach in dem ein ganzer Stapel Lochkarten eingelegt wurde und 13 Ausgabefächer in die die Maschine automatisch sortierte.
Eine Sparversion der Firma Maul hatte 6 Ausgabefächer.
Sorting