Der Begriff Logische Blockadressierung (LBA) oder englisch Logical Block Addressing bezeichnet eine Adressierungs-Methode bei ATA-Festplatten.
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Die Blöcke der Festplatte werden im Gegensatz zur dreidimensionalen Zylinder-Kopf-Sektor-Adressierung (CHS) komplett unabhängig von der Festplattengeometrie adressiert. Dabei werden die Blöcke beim LBA-Verfahren einfach gezählt, beginnend mit Null. Jeder LBA-Block entspricht einem einzelnen Sektor der CHS-Adressierung.
Bei LBA wird zwischen Adressen mit 28 und 48 Bit unterschieden. Eine 28-Bit-lange LBA-Adresse ermöglicht die Adressierung von 268.435.456 Blöcken oder (bei einer Block- und Sektorgröße von 512 Byte) 128 GB. Als Erweiterung wird mit ATA-6 eine 48-Bit-Adressierung (48-Bit-LBA) eingeführt, mit der 281.474.976.710.656 Blöcke oder 128 PB adressiert werden können.
48-Bit-LBA kommt bei Festplatten mit Kapazitäten von mehr als 128 GB zum Zuge. Dabei ist darauf zu achten, dass das BIOS ebenfalls 48-Bit-LBA unterstützt.
Aktuelle Betriebssysteme (z. B. Microsoft Windows Vista, Linux, BSD) benötigen keine zusätzlichen Anpassungen, um 48-Bit-LBA zu ermöglichen.
Bei der Verwendung von älteren Windows-Versionen kann es Probleme geben, da 48-Bit-LBA bis zur Version Windows XP (Service Pack 1) nicht standardmäßig genutzt wird. Dies muss in der ursprünglichen Version von Windows XP (ohne Service Pack) manuell aktiviert werden. Selbiges gilt für Windows 2000: Hier ist neben der manuellen Aktivierung mindestens Service Pack 3 erforderlich.
Für Windows 98 und Windows Me gibt es seitens Microsoft keine 48-Bit-LBA-Unterstützung, es sind jedoch verschiedene freie oder kostenpflichtige Lösungen von Privatpersonen oder Firmen entwickelt worden (z. B. Intel Harddisk Accelerator für Mainboards mit Intel-Chipsatz).
Beim Nutzen von Festplatten mit mehr als 128 GB an Systemen ohne 48-Bit-LBA-Unterstützung besteht die Gefahr, dass ein Umbruch auf den Anfang der Platte erfolgt und dort der Master Boot Record und die erste Partition überschrieben werden. Dies hat Datenverlust zur Folge.
Bei der ursprünglichen Version von Windows XP (ohne Service Pack) muss in der Windows-Registrierungsdatenbank der Schlüssel EnableBigLba (vom Typ REG_DWORD, zu finden unter HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Atapi\Parameters\) aktiviert werden – entweder manuell oder durch das Ausführen eines Tools wie EnableBigLba.exe. Windows-Versionen ab XP mit Service Pack 1 ignorieren diesen Schlüssel und aktivieren die Unterstützung immer.[1]
Bei der Installation von Windows XP kann es zur Fehlermeldung „Fehler beim Laden des Betriebssystems“ kommen, nachdem die Installationsroutine die Installation auf die Festplatte kopiert hat und bevor sie vor dem eigentlichen Installationsvorgang den Computer neu startet. Dies kann auftreten, wenn das BIOS Probleme mit 48-Bit-LBA hat.[2]