Unter einer Partition (lat. Partitio = „(Ein)teilung“) versteht man einen zusammenhängenden Teil des Speicherplatzes eines geeigneten physikalischen oder logischen Datenträgers. Partitionen sind voneinander unabhängig und können von Betriebssystemen wie physikalische Laufwerke behandelt werden. Man bezeichnet solche Partitionen daher auch als logisches Laufwerk. Die Verwaltung der gespeicherten Daten wird anschließend von Dateisystemen übernommen. Die meisten Betriebssysteme ordnen jedem logischen Laufwerk genau ein Dateisystem zu.
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Die einfachste Art der Partitionierung ist, nur eine Partition zu erstellen, die sich über die ganze Festplatte erstreckt. Das ist die Minimalanforderung der meisten Betriebssysteme, um auf Dateien eines Datenträgers zugreifen zu können.
Folgende Gründe sprechen für die Verwendung mehrerer Partitionen:
Die Partitionierung schließt sich an die Low-Level-Formatierung an, die den Datenträger physikalisch erschließt.
Die Definition der Partitionen erfolgt in der Partitionstabelle des Datenträgers. Dabei werden lediglich die Informationen über Start, Länge, Bootfähigkeit und Typ beziehungsweise Dateisystem der Partitionen vermerkt. Die maximale Größe einer Partition entspricht 2 TiB (≈ 2199 GB).
Daran anschließend erfolgt die High-Level-Formatierung (logische Formatierung), die den Partitionen das Dateisystem aufprägt.
In die Partitionstabelle können maximal vier Partitionen eingetragen werden. Das können entweder bis zu vier primäre oder bis zu drei primäre und eine erweiterte Partition sein. Eine erweiterte Partition dient als Rahmen für beliebig viele logische Laufwerke. In modernen Betriebssystemen werden primäre Partitionen und logische Laufwerke in erweiterten Partitionen im Wesentlichen gleich behandelt.
Die meisten Betriebssysteme benötigen eine primäre Partition, um von einem Datenträger booten zu können.
Unter DOS und bis zur Windows-Version 4.0 wurde logischen Laufwerken grundsätzlich Laufwerksbuchstaben zugeordnet. Mit MS-DOS und Windows 9x konnte pro Festplatte nur eine primäre DOS-Partition eingerichtet und angesprochen werden. Durch die Nutzung von Laufwerksbuchstaben waren maximal 24 logische Laufwerke ansprechbar (das (lateinische) Alphabet hat 26 Buchstaben, die Laufwerksbezeichner A: und B: waren für Diskettenlaufwerke fest reserviert).
Unter NT-basierten Windows-Versionen (seit Version 5.0) kann bei Nutzung von NTFS auf Laufwerksbuchstaben verzichtet werden und ein Logisches Laufwerk kann in ein Verzeichnis einer anderen Partition eingehängt werden. Außerdem sind A: und B: nicht mehr auf Diskettenlaufwerke beschränkt. Es werden mehrere primäre Partitionen unterstützt.
Unter Unix und ähnlichen Betriebssystemen werden Partitionen (bzw. genauer das Dateisystem, das sich auf der Partition befindet) in den Verzeichnisbaum eingehängt (gemountet). Unter Linux sind die Partitionen durchnummeriert. Falls beispielsweise die Festplatte unter /dev/hda liegt, heißt die erste Partition /dev/hda1, die zweite /dev/hda2 und so weiter. Logische Partionen beginnen mit der Zahl 5. Somit ist /dev/hda5 die erste und /dev/hda6 die zweite logische Partition der Festplatte /dev/hda. Durch die Vergabe der Block-Device-Minor-Nummern ist die maximale Anzahl von ansprechbaren logischen Laufwerken begrenzt. Für IDE (ATA)-Platten ist die höchste Nummer /dev/hdX63 und bei SATA bzw. SCSI /dev/sdX15 (X ist jeweils mit a, b, c usw. zu ersetzen). Zwar kann (c)fdisk mit einer größeren Anzahl logischer Laufwerke umgehen, ein unveränderter Kernel diese aber nicht nutzen.
In der folgenden Beispielpartitionierung wurden auf einer Festplatte, auf der sowohl Windows als auch Linux betrieben wird, mehrere Partitionen angelegt. Die erste Partition ist eine primäre Partition mit NTFS-Dateisystem für das Windows-Betriebssystem, die zweite Partition ist eine erweiterte Partition, die vier logische Laufwerke enthält. Die ersten beiden logischen Laufwerke der erweiterten Partition sind eine NTFS- und eine FAT32-Partition und zum Ablegen von Dateien gedacht, die anderen beiden Partitionen sind eine ext3-und eine Swap-Partition für das Linux-Betriebssystem.
Partitionierungsprogramme können dieses Partitionsschema z. B. so darstellen:
Primäre Partition (NTFS) Erweiterte Partition + Logisches Laufwerk 1 (NTFS) + Logisches Laufwerk 2 (FAT32) + Logisches Laufwerk 3 (ext3) + Logisches Laufwerk 4 (Swap)
Windows ordnet diesen Partitionen normalerweise Laufwerksbuchstaben zu und würde diese typischerweise so anzeigen:
C: (Windows-Betriebssystem, NTFS) D: (Daten 1, NTFS) E: (Daten 2, FAT32)
Da Windows mit den Linux-Partitionen nicht umgehen kann, werden diese normalerweise nicht angezeigt. Würden sie vom Betriebssystem lesbare Dateisysteme verwenden, würden ihnen standardmäßig die Laufwerksbuchstaben F: und G: zugewiesen werden.
Ein Linux-Betriebssystem könnte die Partitionen dagegen so anzeigen:
/dev/hda1 (Windows-Betriebssystem, NTFS) /dev/hda2 (Erweiterte Partition) /dev/hda5 (Daten 1, NTFS) /dev/hda6 (Daten 2, FAT32) /dev/hda7 (Linux, ext3) /dev/hda8 (Linux-Swap)
/dev/hda1 bis /dev/hda4 sind hier die vier möglichen MBR-Partitionen, von denen nur die ersten beiden verwendet werden. Die restlichen logischen Laufwerke ab /dev/hda5 befinden sich in der erweiterten Partition. /dev/hda2 enthält als erweiterte Partition selbst kein Dateisystem und kann daher nicht direkt in den Verzeichnisbaum eingehängt werden.
Es gibt eine Reihe von Programmen, die das Partitionieren erleichtern. Auch einfache Konsolen- und DOS-Programme wie fdisk ermöglichen eine Partitionierung. Obwohl der Befehl unter DOS und Linux auch fdisk heißt, handelt es sich nicht um dasselbe Programm. Ein sehr leistungsstarker Bootmanager und Partitionierungsprogramm ist xfdisk (Freeware), das ein Booten von mehreren Partitionen ermöglicht und auch mit mehreren angeschlossenen Festplatten umgehen kann.
Auch die Installationsprogramme der Betriebssysteme wie z. B. YaST2 für SuSE Linux bieten Partitioniermöglichkeiten an, um das neue Betriebssystem neben einem bereits installierten Betriebssystem auf der Festplatte unterzubringen. Das ist meist jedoch nur ein Frontend für ein anderes Programm (z. B. fdisk/parted im Falle von YaST2).
Vor allem für Unix und Mac OS X gibt es eine Reihe von Tools, um Dateisysteme zu erstellen und zu verwalten. Siehe Unix-Kommandos. MAC OS X verwendet dazu das "Festplatten-Dienstprogramm", die Rechner werden mit einer Partition ausgeliefert.