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Lycos

29. Nov 2008, 23:04
LYCOS Europe N.V.
Unternehmensform Naamloze Vennootschap
Unternehmenssitz Haarlem, Niederlande
Unternehmensleitung
  • Christoph Mohn (CEO)
  • Michael Seiger (CTO)
  • Fred Wilsdorf (CFO)
  • Heike Findeis (CPO)
Mitarbeiter 684 (31. März 2008)
Umsatz 76,7 Mio. Euro (2007)[1]
Branche Informationstechnologie
Website Lycos-Europe

Lycos Europe (Prime Standard: LCY / Nouveau Marché: 5770) mit Sitz in Haarlem, Niederlande ist der Betreiber eines europäischen Internet-Portals, das aus einem Netzwerk von Websites in sieben Sprachen besteht. Das Portal bietet eine Kombination aus Suchmaschine, Webverzeichnis, Kommunikationsdiensten, Inhalte-Channels, Internetzugang, Homepagebuilding und Online-Community. Das Unternehmen ist vertreten in den Ländern Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, Spanien und der Schweiz. Die deutsche Lycos Europe GmbH hat ihren Firmensitz in Gütersloh.

Das Wort lycos kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wolf. Der Unternehmensname ist abgeleitet vom wissenschaftlichen Namen der Wolfspinnen (Lycosidae), als Anspielung auf die Bezeichnung Spider (Spinne) für Webcrawler. Der Name könnte auch lautmalerisch verstanden werden: like us (engl. wie wir), um Zusammengehörigkeit zu betonen. Markenzeichen ist mittlerweile ein schwarzer Labrador. Früher (noch zu Zeiten der totalen Sonnenfinsternis im August 1999) war das Markenzeichen eine totale Sonnenfinsternis in den Farben schwarz und blau. [2]

Monatlich besuchen rund 25 Mio. Nutzer die europäischen Lycos-Seiten. Ende 2003 generierte Lycos Europe rund 2,5 Mrd. Seitenabrufe pro Jahr.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Lycos Europe ist ein Joint-Venture der Bertelsmann AG mit amerikanischen Lycos Inc.. CEO von Lycos Europe ist seit 1997 Christoph Mohn, der zur Bertelsmann-Eigentümerfamilie gehört.

Im Januar 2004 erwarb Lycos 100% der Anteile an dem Domain-Registrar united-domains AG, Starnberg. Außerdem beteiligt sich Lycos am sogenannten Worldsbiggestchat, einer in Dänemark entwickelten Chat-Community. Lycos arbeitet in Sachen Chat in Deutschland mit Yahoo! und T-Online zusammen.

2007 brachte Lycos Europe die Internetplattform Jubii an den Start. Jubii war als führendes Internetportal in Dänemark im Jahr 2000 mit weltweiten Namensrechten gekauft worden.

Bertelsmann und Telefonica SA halten beide 32,1% der Anteile, die übrigen Anteile befinden sich im freien Verkauf. Die beiden Anbieter konnten nach einem verlustreichen ersten Halbjahr 2008 des Unternehmens keine Käufer für Lycos finden. [3]

Im November 2008 wurde beschlossen, Lycos Europe aufzulösen. Teile des Unternehmens sollen verkauft werden, die übrigen eingestellt werden.[4] [5] Auf einer Außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Dezember wird den Aktionären vorgeschlagen, aus den verbliebenen liquiden Mitteln Ende Dezember 50 Mio. Euro auszuschütten.[6]

[Bearbeiten] Dienste

Lycos bietet u. a. den kostenlosen Webhosting-Service Tripod an, der allerdings im Vergleich zu einem regulären, zu bezahlenden Webhoster, einige Einschränkungen aufweist, wie z. B. Werbung oder eine MySQL-Datenbank mit teilweise eingeschränkten Rechten.

Seit Anfang 2006 ist der Dienst Lycos iQ online, eine Wissenscommunity, in der Benutzer beliebige Fragen stellen und (nach Anmeldung) beantworten können.

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.lycos-europe.com/deu/investoren/finanzberichte/2007/LYC-GB07-D.pdf
  2. http://ly.lygo.com/ly/srch/hp/lycoslogo.gif
  3. Anteilseigner lässt Geschäftsgebaren von Lycos Europe prüfen, Financial Times Deutschland, 5. August 2008
  4. Internet-Anbieter Lycos vor dem Aus, Tagessschau.de, 26.11.2008
  5. Schnüffelhund hat ausgebellt, Spiegel Online, 26.11.2008
  6. Lycos Europe N.V. veräußert werthaltige Geschäfte und stellt unprofitable Aktivitäten ein, FinanzNachrichten.de, 26.11.2008

[Bearbeiten] Weblinks

Koordinaten: 51° 54' 22" N, 8° 23' 15" O

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In Kooperation mit Lycos Europe Network