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Lynn Conway

11. Jun 2008, 17:39
Lynn Conway, 2006
Lynn Conway, 2006

Lynn Conway (* 1938 in Mount Vernon, NY) ist eine US-amerikanische Informatikerin, Erfinderin und Sprecherin für die Rechte von Transsexuellen.

Conway arbeitete in den 1960ern bei IBM. Ihr wird die Erfindung des "generalised dynamic instruction handling" zugeschrieben, wichtig für die out-of-order execution bei Computern. Nach dem sie 1968 zugab, transsexuell zu sein wurde sie von IBM kurzerhand entlassen.

Nach ihrer Entlassung entschloss sie sich zu einer endgültigen Geschlechtsangleichung und begab sich in Behandlung des deutschstämmigen Psychologen und Sexualmediziners Harry Benjamin. Einen ersten Versuch einer geschlechtsangleichenden Maßnahme hatte Conway bereits in den 1950er unternommen, scheiterte aber an den noch schlechten klinischen Möglichkeiten der damaligen Zeit.

Während ihrer Zeit, in der sie in der männlichen Rolle lebte, war Conway mit einer Frau verheiratet und hat aus dieser Ehe zwei Kinder.

Nach ihrer Geschlechtsangleichung arbeitete sie ab 1973 bei Xerox PARC über dem VLSI Entwurf, mit einer Unterbrechung 1978 für eine Tätigkeit als Gastprofessorin am M.I.T.

Zusammen mit Carver Mead war sie Auslöser der weltweiten VLSI-Revolution. Mit Carver Mead schrieb sie auch den bahnbrechenden Bestseller Introduction to VLSI Systems, ein wichtiges Vehikel zur Ausbreitung der Entwurfs-Revolution.

In den frühen 1980ern arbeitete sie für DARPA über "strategic computing", und wurde dann in 1989 Professor an der University of Michigan. 1989 wurde sie aufgenommen in die National Academy of Engineering für Ihre Verdienste um den VLSI-Entwurf.

Nachdem sie im Dezember 1998 ihre Professur niederlegte, wagte sie nach der unangenehmen IBM Geschichte in den 1960ern ein erneutes Coming out 1999 als transsexuelle Frau (Transfrau). Lynn Conway setzt sich seitdem als prominente Sprecherin für die Rechte von transsexuellen Personen ein. 2002 heiratete sie ihren langjährigen Lebensgefährten.

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