| Mac OS X v10.5 | |
| Entwickler | Apple Inc. |
| Version | 10.5.5 (15. September 2008) |
| Abstammung | \ NextStep \ BSD \ FreeBSD \ Darwin \ Mac OS X |
| Architekturen | PPC, x86, ARM (iPhone, iPod touch) |
| Lizenz | gemischte Lizenz: GPL, APSL, Apple-EULA u. a. |
| Sonstiges | Preis: 129 € / 189 CHF Sprache: Multilingual, u. a. Deutsch. Kompatibel zu: FreeBSD, POSIX |
| Website | www.apple.com/de/macosx |
Mac OS X v10.5 (Leopard) ist das aktuelle Mac-Betriebssystem der Firma Apple Inc.. Es wird als Nachfolger von Mac OS X v10.4 (Tiger) seit dem 26. Oktober 2007 ausgeliefert, nachdem es aus Kapazitätsgründen (zur rechtzeitigen Fertigstellung des Mobiltelefons iPhone) um etwa ein halbes Jahr hatte verschoben werden müssen.
Zu den größten Neuerungen gehört, abgesehen von einer modernisierten Oberfläche (transparente Menüleiste, dreidimensionales Dock mit Stacks, virtuelle Arbeitsbereiche Spaces, einheitliches Layout, neue Icons), unter anderem ein neuer Finder mit neuer Seitenleiste, die Ansicht Cover Flow, die Dateivorschau Quick Look (= Übersicht) sowie die Möglichkeit, auch andere Rechner im Netz zu durchsuchen. Außerdem ist eine Datensicherungssoftware, Time Machine, integriert. Boot Camp ermöglicht auf mit Intel-Prozessoren ausgerüsteten Apple-Computern die Installation von Microsoft Windows ab Windows XP mit Service Pack 2 parallel zu Mac OS X auf einer abgetrennten Partition. Leopard ermöglicht außerdem den 64-Bit-Betrieb bei Applikationen mit grafischer Benutzeroberfläche. Weitere größere Neuerungen finden sich zudem in Safari, Mail, iCal, iChat, Vorschau und der Kindersicherung.
Leopard erfüllt als erstes Derivat der Berkeley Software Distribution die kommerzielle Zertifizierung Single UNIX Specification 03 der Open Group und darf daher den Markennamen „UNIX“ tragen.[1]
Die derzeit aktuelle Version 10.5.5 wurde am 15. September 2008 veröffentlicht, das Nachfolge-Betriebssystem wird Mac OS X v10.6 Snow Leopard heißen. [2]
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Mac OS X v10.5 enthält zahlreiche Programme, die häufig gebrauchte Funktionen erfüllen. Multimedia-Anwendungen fehlen im Lieferumfang des Systems zwar fast vollständig, werden aber mit einem Programmpaket namens iLife zusammen mit der Apple-Hardware ausgeliefert. Für Büroanwendungen enthält Mac OS X lediglich das einfache Textverarbeitungsprogramm TextEdit und den Kalender iCal.
Mac OS X v10.5 bietet laut Apple im Vergleich zu v10.4 über 300 neue Funktionen.[3] Dazu zählen unter anderem:
Benutzerfunktionen
Entwicklerfunktionen
Apple gibt für Leopard die folgenden Systemvoraussetzungen an:[4]
Leopard erscheint in einer Universal Binaries-Version und unterstützt somit die Prozessorarchitekturen vom Typ PPC und x86 sowie die entsprechenden Prozessoren (PPC: Motorola PowerPC G4/ IBM PowerPC G5 und x86: Intel Core Duo/Core 2 Duo).
Die Schachtel von Leopard ist erstmals deutlich kleiner als bei den vorhergehenden OS X-Versionen. Zudem ist eine Galaxie als Hintergrundbild vorhanden, welche das abstrakte Blau als Standard-Hintergrund ablöst.
Mac OS X gilt wegen seiner Unix-Abstammung als relativ sicheres Betriebssystem, unter anderem aufgrund seiner Rechteverwaltung. Dennoch gibt es Hinweise, dass die Benutzung des Mach-Kernels zu erheblichen Sicherheitslücken geführt haben könnte.
Durch die zunehmende Beliebtheit und damit einhergehende Zunahme der Verbreitung von Mac OS X, wird dieses immer beliebter bei Hackern, die nach Schwachstellen und Sicherheitslücken im Programmcode suchen. Dabei hat sich bereits vor einiger Zeit gezeigt, dass Mac OS X bei entsprechenden Bemühungen gehackt werden kann.[5]
Kritisch gesehen werden unter anderem die Lizenzbedingungen von Apple, die es Benutzern verbieten, Mac OS X auf Apple-fremder Hardware zu installieren. Einen Ausbruch aus dieser Lizenz sollte mit dem „OpenMac“ geschehen,[6] jedoch wurden bisher nur wenige Exemplare ausgeliefert.
Des weiteren wird die mit 10.5 neu eingeführte Firewall kritisiert: Sie soll auch bei vollständig blockierten Programmen eine Kommunikation erlauben, zudem werden ausgehende Verbindungen von der Firewall gar nicht überwacht. [7] [8]
Ein weiterer Kritikpunkt ist die veraltete Java-Implementierung in der Version 5 (auch 1.5 genannt). Seit geraumer Zeit ist es jedoch auch möglich, die Version 6 zu gebrauchen, jedoch nur für x86-Macs.[9]
Microsoft und Apple beschuldigen sich gegenseitig, vom jeweils anderen bestimmte Merkmale von Mac OS X v10.5 bzw. Windows Vista, wie etwa Widgets, übernommen zu haben.[10]
| Mac OS X Version |
build | Erscheinungsdatum | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 10.5.0 | 9A581 | 26. Oktober, 2007 | erste Version |
| 10.5.1 | 9B18 | 15. November, 2007 | erweitert und optimiert die Firewall[11] |
| 10.5.2 | 9C31 | 11. Februar, 2008 | zahlreiche Änderungen [12] |
| 10.5.3 | 9D34 | 28. Mai 2008 | über 220 Änderungen [13] |
| 10.5.4 | 9E17 | 30. Juni 2008 | einige Änderungen [14] |
| 10.5.5 | 9F33 | 15. September 2008 | einige Änderungen [15] |