Mediamatiker ist die Berufsbezeichnung eines Ausbildungsberufs im Bereich der Informationstechnik. Die Ausbildung verknüpft Elemente der Berufe Informatiker und Kaufmann, doch sollen auch weitere Fähigkeiten vermittelt werden. Im Zentrum stehen die Bereiche Informatik, Marketing, Multimedia und Administration. Zum Mediamatiker kann man sich in der Schweiz seit ca. 1998 ausbilden lassen.
Mediamatiker sollen Generalisten sein, deren beruflicher Schwerpunkt der Umgang mit neuen Medien und Technologien ist. Zu ihren Aufgaben in der beruflichen Praxis gehören die Betreuung von Netzwerken und Personal Computern, die Erstellung und der Unterhalt von Websites, das Entwerfen von Präsentationen am Bildschirm, die Erstellung von Druckvorlagen (z. B. für Broschüren, Kataloge, Magazine und Karten), die Aufbereitung von Schrift- und Bildmaterial für den Einsatz mit Computern und die Entwicklung der Grundlagen von Marketingstrategien.
Darüber hinaus können Tätigkeiten in der betrieblichen Verwaltung (Korrespondenz, Buchhaltung, Tabellenkalkulationen) zu ihrem Aufgabenbereich gehören.
Inhaltsverzeichnis |
Mediamatiker können vier Jahre im selben Lehrbetrieb ihre Ausbildung machen oder ihre Lehre zunächst in einer Lehrwerkstätte beginnen. In den ersten beiden Jahren in der Lehrwerkstätte lernen sie verschiedene Programme näher kennen, z. B. Adobe- und Macromedia-Programme, Microsoft Office, Windows, Linux und erwerben Kenntnisse über HTML, Actionscript usw. Danach werden sie für das dritte und vierte Lehrjahr an eine andere Firma weitervermittelt. Dort sollen sie das bereits Erlernte praktisch einsetzen.
In der vierjährigen Lehre wird der Mediamatiker an der Berufsfachschule hauptsächlich in den Fächern
ausgebildet.
Nach abgeschlossener Lehre stehen dem Mediamatiker mehrere Wege offen. Da er sich im Verlauf der Lehre auf eines oder mehrere Fachgebiete spezialisiert hat, bietet es sich an, sich in diesem Fachgebiet weiterzubilden. Nach dem Absolvieren der Berufsmittelschule besteht die Möglichkeit, an einer Fachhochschule zu studieren. Beispiele, aufgeteilt nach Kategorien, sind: