| MEDION AG | |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0006605009 |
| Gründung | 1983 (1985 als MEDION) |
| Unternehmenssitz | Essen, Deutschland |
| Unternehmensleitung |
|
| Mitarbeiter |
1.072 (2008)[1] |
| Umsatz | |
| Branche | Informationstechnik & Elektronik |
| Website | |
Die MEDION AG ist ein in Essen ansässiges Unternehmen, das elektronische Konsumartikel konzipiert, vertreibt oder zusammenstellt. Firmensitz ist die ehemalige Gustav-Heinemann-Kaserne in Essen-Kray.
Inhaltsverzeichnis |
Die Medion AG hat Niederlassungen in Mülheim an der Ruhr, Oberursel (Taunus), Essen, Plochingen (Sitz der insolventen 4MBO International Electronic AG, deren Vermögensgegenstände Medion nach der Insolvenz im März 2004 übernahm) und dem europäischen Ausland sowie Hongkong, USA und Australien, wobei der Rückzug aus dem amerikanischen Markt mangels Erfolg bereits begonnen hat. Medion beliefert vornehmlich große Handelsketten wie zum Beispiel Aldi/Hofer, real, Tchibo, Media Markt, Plus, Karstadt und Marktkauf. In der Schweiz werden Produkte über die Ladenkette Interdiscount, einer Tochterfirma von Coop, vertrieben.
Die Produktpalette beinhaltet fast alles, was elektrisch betrieben wird: Toaster, PCs, Notebooks, Autoradios, Thermometer, Pulsuhren, Wäschetrockner, DVD-Player, Fernseher, Kühlschränke, Beamer, Navigationssysteme usw.
Medion vertreibt seine Produkte auch unter anderen Namen, wie beispielsweise Microstar, Micromaxx, Lifetec, Life, Cybercom, Tevion etc. Diese Produkte sind an der Modellnummer MD****, bzw. LT**** als Medion-Produkte zu identifizieren. Medion ließ aber auch bis 2005 von ihren Unterlieferanten die Desktop-Computer der Modellreihe Pavilion von Hewlett-Packard für den europäischen Markt produzieren. Die mit dem Namen „Tevion“ verkauften DVD-Rohlinge werden von BestMedia und Sky Media vertrieben. Hierzu ist zu erwähnen, dass „TEVION“ ein Handelsname von ALDI SÜD ist, unter dem mehrere Hersteller ihre Produkte verkaufen.
Seit 2005 vertreibt Medion auch eine eigene Mobilfunk-Marke mit dem Namen MedionMobile. Diese bietet in Kooperation mit E-Plus in den deutschen Aldi-Filialen den Discount-Prepaid-Tarif Aldi-Talk an.
Das Unternehmen ging am 2. Oktober 1998 an die Börse.
| Anteil | Anteilseigner |
|---|---|
| 54,89 % | Management der Medion AG |
| 45,11 % | Streubesitz |
Stand: 23. März 2009
Das Unternehmen wurde 1983 als „Brachmann & Linnemann OHG“ gegründet und 1985 in „Medion, Brachmann & Linnemann OHG“ umfirmiert. Gegenwärtig ist Medion als Aktiengesellschaft an der Börse notiert. Bis zum Jahre 2004 verzeichnete die Firma kräftige Umsatzsteigerungen, die in einigen Jahren im zweistelligen Prozent-Bereich lagen. Danach hat jedoch auch Medion die allgemeine Konsumflaute sowie die Abhängigkeit von wenigen großen Handelsketten als Kunden, z. B. Aldi, zu spüren bekommen. Dies hatte sich deutlich auf den Gewinn ausgewirkt und wurde auf der Hauptversammlung am 12. Mai 2005 konkret mit Zahlen untermauert. Auch für das Jahr 2006 wurden schlechte Ergebnisse bekanntgegeben, und zum ersten Mal in der Firmengeschichte wurde ein Handelsjahr mit Verlusten abgeschlossen.[2] Der am 29. März 2008 veröffentlichte Jahresbericht für 2007 wies jedoch bei leicht gestiegenem Umsatz wieder einen Jahresüberschuss aus.[3] So erwirtschaftete Medion 2007 wieder schwarze Zahlen und konnte einen Jahresüberschuss von 20 Millionen Euro verbuchen. Das EBIT betrug 29 Millionen Euro. Der Umsatz stieg damit um 3,4 % auf 1,66 Milliarden Euro.[4]
Medion tritt häufig als Sponsor von Sportvereinen oder Sportlern auf. So wurde bei der Tour de France das Team Bianchi – in dem auch Jan Ullrich fuhr – von Medion gesponsert. Wie in der Saison 2006/2007 unterstützt Medion auch 2007/2008 wieder den FC Bayern München. Seit der Saison 2006/2007 unterstützt Medion den Drittligisten Rot-Weiss Essen als Nebensponsor. Seit einigen Monaten tritt Medion auch im E-Sport als Sponsor auf und unterstützt beispielsweise die Electronic Sports League und auch das Formel-1-Team Force India um Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi.
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel Online vom 21. April 2008 soll in einem Callcenter AMS in Essen, das zum Elektronikkonzern Medion gehört, etlichen Mitarbeitern gekündigt worden sein, weil sie sich gegen eine geplante Überwachung am Arbeitsplatz gewehrt haben.[5]
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