Mercury ist eine von dem Neuseeländer David Harris entwickelte Software zum Empfangen, Versenden und Verteilen von Mails (MTA) in einem lokalen Netzwerk (LAN) oder über das Internet (WAN). Die Entwicklung wurde zeitweise im Januar 2007 eingestellt, aber danach wieder aufgenommen. So erscheinen jetzt wieder in regelmäßigen Abständen neue Versionen (aktuell: Version 4.62, 3. Juli 2008) mit Fehlerkorrekturen.
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Das lizenzkostenfreie, modular aufgebaute E-Mail-Transport-System (MTS) lässt sich unter den Betriebssystemen Netware (Mercury/NLM) und Windows 32-Bit (Mercury/32) betreiben und kann wahlweise über Kommandozeile oder eine grafische Oberfläche (nur Windows-Version) gesteuert werden. Der Vorteil des modularen Aufbaus ist, dass Anwender nur die Server-Module in Betrieb nehmen müssen, die wirklich benötigt werden. Neben den normalen Protokollen POP3 und SMTP sind IMAP, eine Inhaltskontrolle zur Spambekämpfung und ein Mailinglisten-Modul (Listserver) sowie weitere Funktionen[1] integriert. Über Plugins von Drittanbietern bietet Mercury auch Anti-Spam- und Anti-Virus-Funktionen[2].
Mercury lässt sich mit allen Mailclients ansprechen. Besonders effektiv arbeitet das Programm mit dem vom gleichen Entwickler programmierten Mailclient Pegasus Mail zusammen. Die Softwareentwicklung wurde bis 2007 finanziert durch den freiwilligen Kauf von Handbüchern und Abschluss von Supportverträgen. Ab 2007 ist ein neues Konzept vorgesehen[3], da sich das alte Konzept nicht mehr als tragfähig erwies.
Bereits frühzeitig erkannte David Harris die wachsende Bedeutung des Internets und so entstand der Mailserver Mercury bereits im Jahre 1993.
Mercury ist Bestandteil der XAMPP-Zusammenstellung freier Software für internetbasierte Systeme.
Die Windows/32-Version von Mercury (als Mercury/32[4] bekannt) läuft auf den 32-Bit-Versionen von Windows. Es kann Maildienste für einen einzelnen Computer oder für ein lokales Netzwerk (LAN) anbieten. Es bietet spezielle Unterstützung für die Novell Netware-Umgebung, vergleichbar der NLM-Version von Mercury.
Mercury/32 bietet durch die graphische Benutzungsoberfläche eine einfache Nutzung. Im Gegensatz zur NLM-Version benötigt die Windows-Version von Mercury keinen "Smart Host", um ausgehende Mail zu handhaben, sondern unterstützt auch direkte Zustellung von Internet-Mail (vollständiges "End-to-End-Delivery"). Wenn Mercury/32 hinter einer Firewall genutzt werden soll, ist das "Relaying Delivery Model", wie es die NLM-Version nutzt, als Modul wählbar. Die Wahl der Mailauslieferungsmethode macht Mercury/32 zu einem flexiblen Mailserver.