| Die Artikel Modus Barbara und Kettenschluss überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. --MfG: --FTH DISK 21:37, 10. Jul. 2007 (CEST) |
Modus Barbara ist ein Syllogismus einer bestimmten Form. Der Name „Barbara“ rührt vom lateinischen Merkwort für diesen Syllogismus her. Die Folge der drei Vokale „a“ im Merkwort bedeutet, dass sowohl beide Voraussetzungen als auch die Folgerung bejahend und allgemein gültig (allquantifiziert, aber nicht verneint) sind. („A“ ist der erste Vokal des lateinischen „affirmare“, das mit „bejahen“ übersetzt werden kann.)
Folgendes Beispiel zeigt die Gestalt des Modus Barbara:
In der Kurzschreibweise der traditionellen Syllogistik (siehe den Syllogismus-Artikel oder für einen kurzen Überblick Kategorisches Urteil):
In der Schreibweise der modernen Prädikatenlogik:



In der traditionellen Logik wird jeder Schluss der Form
als Kettenschluss oder Sorites bezeichnet. Der Modus Barbara ist damit der Spezialfall des traditionellen Kettenschlusses mit n=3.
In der modernen Logik wird als Kettenschluss ein aussagenlogischer Schluss der folgenden Form bezeichnet:



Ein Beispiel für einen Kettenschluss ist folgender Schluss:
Trotz optischer Ähnlichkeit handelt es sich beim traditionellen und beim modernen Kettenschluss um unterschiedliche Dinge. Die englische Terminologie wird der Unterschiedlichkeit beider Konzepte besser gerecht, indem sie den traditionellen Kettenschluss als sorites und den modernen Kettenschluss als chain inference bezeichnet.