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Neustart

14. Sep 2008, 20:05

Unter einem Neustart (auch Reboot oder Restart) eines Computersystems versteht man das erneute Hochfahren (Booten) des Computers, wenn dieser bereits eingeschaltet ist. Ein Neustart wird auch Warmstart genannt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Grundlagen

Beim Warmstart wird der Neustart durch die Software (z. B. das Betriebssystem) ausgelöst: unter DOS mit der Tastenkombination Strg+Alt+Entf (Affengriff), unter Windows z. B. durch Auswahl der Option Neu starten beim Herunterfahren des Systems, auf manchen Macs mit Strg+Apfel+Power. Der PC führt bei diesem Neustart nur eine verkürzte Boot-Prozedur durch.

[Bearbeiten] Einsatzbereich

Das Neustarten macht sich z. B. erforderlich, wenn:

  • neue Software installiert wurde (das ist vom jeweiligen Programm abhängig, kommt vor allem unter Windows-Betriebssystemen vor)
  • das Betriebssystem eine Aktualisierung bekommen hat, das sich im Betrieb nicht einbinden lässt
  • neue Hardware angeschlossen wurde (wobei meist auch neue Treiber, also Software, installiert wurde)
  • ein laufendes Programm abgestürzt ist und das System blockiert
  • das Betriebssystem selbst abstürzt
  • man in ein anderes Betriebssystem booten will (auf Multibootsystemen oder von Datenträger)

[Bearbeiten] Methoden

Es gibt die Möglichkeit, mittels eines Systembefehls einen Neustart zu erzeugen:

  • Windows: shutdown -r -t 0
  • Linux: reboot oder init 6 oder shutdown -r now
  • Mac OS X: sudo reboot
  • HP-UX: reboot oder shutdown -r -y now

[Bearbeiten] Funktionsweise

Wie bereits erwähnt ist es sehr vom verwendeten Betriebssystem abhängig, ob ein Rechner nach oben genannten Ereignissen neu gestartet werden muss. Für den Fall eines fehlerhaft oder gar nicht mehr arbeitenden Programmes bzw. Prozesses existieren eine Reihe von Möglichkeiten, diese aus dem laufenden Betrieb zu entfernen. Durch die in modernen Betriebssystemen verwendeten Speicherschutzmechanismen führen diese Möglichkeiten in der Regel auch zum Erfolg. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen z. B. für den korrekten Betrieb des Systems notwendige Bestandteile der Software beschädigt, verändert oder aus dem Arbeitsspeicher entfernt wurden. In solch einem Fall ist ein Neustart zwingend erforderlich.

Neben dem manuellen Anwählen des Neu Starten-Befehls lässt sich unter Windows/DOS-Subsystem der Neustart durch den Aufruf der shutdown.exe (XP+) bzw rundll32.exe (NT bis Win2k) durchführen.

[Bearbeiten] Herunterfahren

Der erste Teil eines Neustarts besteht im Herunterfahren (Shutdown) des laufenden Systems. Dabei werden alle geöffneten Anwendungen geschlossen (Close bzw. Terminate, der Befehl alle Datenträger- und Protokollzugriffe freizugeben, und Kill, das Beenden der Anwendung selbst) und das Betriebssystem analog beendet.

Wenn dies durch blockierende Anwendungen nicht mehr möglich ist, bleibt nur noch die Variante, den Reset-Knopf am Rechner zu drücken, der bei modernen Computern immer häufiger fehlt.

[Bearbeiten] Hochfahren

Der nun folgende zweite Teil des Neustartes entspricht dem Hochfahren eines Computers, wenn dieser ausgeschaltet war (Kaltstart, auch Reset). Bei PCs mit BIOS werden nicht alle Routinen erneut ausgeführt; in einigen seltenen Fällen ist deshalb ein Kaltneustart, also ein Herunterfahren und erneutes Hochfahren des Computers nötig. Unter Windows passiert das über den Interrupt Int 19h.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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