Die nutzerorientierte Gestaltung zielt darauf ab, interaktive Produkte so zu gestalten, dass sie über eine hohe Gebrauchstauglichkeit (Usability) verfügen. Dies wird im Wesentlichen dadurch erreicht, dass der (zukünftige) Nutzer eines Produktes mit seinen Aufgaben, Zielen und Eigenschaften in den Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses gestellt wird.
Im Englischen wird dieses Vorgehen als „User Centered Design“ bezeichnet. Dieser Begriff hat sich seit den 1990er Jahren zunehmend durchgesetzt und den Begriff des „Usability Engineering“ nach und nach abgelöst.
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Der nutzerorientierte Gestaltungsprozess ist ein iteratives Vorgehen, das mehrere Phasen durchläuft. In den meisten Prozessmodellen (wie z. B. der DIN EN ISO 13407 oder der ISO/PAS 18152) sind dies die folgenden vier Phasen:
Während der Analyse des Nutzungskontextes werden Informationen über die zukünftigen Nutzer gesammelt und in Nutzerprofilen zusammengefasst. Ebenso werden die Aufgaben und Ziele der Nutzer, Arbeitsabläufe und die Arbeitsumgebung, zu der auch die technischen Rahmenbedingungen zählen, analysiert.
Basierend auf den Erkenntnissen der Kontextanalyse werden Anforderungen definiert, die während des Entwurfsprozesses umgesetzt werden sollen.
In dieser Prozessphase werden zunächst Konzepte für das zukünftige Produkt entwickelt. Diese werden weiter ausgearbeitet, bis ein vollständiger Entwurf vorliegt. Als Ergebnis dieser Phase können Designdokumente, Mockups oder Papier-Prototypen entstehen.
Die erstellten Konzepte und Entwürfe werden wiederholt mit Nutzern besprochen, Mockups und Prototypen werden ausprobiert. Dies alles dient dazu, um sicherzustellen, dass die Anforderungen der Nutzer auch tatsächlich erfüllt werden.
Damit die nutzerorientierte Gestaltung zu Produkten mit einer hohen Gebrauchstauglichkeit führt, sollten folgende Prinzipien beachtet werden:
Diese Prinzipien wurden 1985 von Gould und Lewis benannt. Ein weiteres Prinzip der nutzerorientierten Gestaltung ist das partizipative Design bzw. die partizipative Softwareentwicklung.
Im Rahmen der nutzerorientierten Gestaltung können unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen. Zu den bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Methoden zählen: