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Nuvistor

9. Nov 2008, 16:08
RCA 6DS4 "Nuvistor". Eine Triode. 20 mm hoch und 11 mm im Durchmesser

Der Nuvistor ist eine miniaturisierte Sonderbauform einer Elektronenröhre.

Er besitzt ein Metall- anstelle eines Glasgehäuses sowie einen Keramikboden und ist somit bruchunempfindlicher. Die deutliche Verringerung der äußeren Abmessungen ermöglicht ein direktes Bestücken auf Leiterplatten. Durch die verringerten inneren Abstände der Elektroden ergeben sich veränderte elektrische Daten wie eine erhöhte Steilheit und verglichen mit anderen Elektronenröhren sehr gute HF-Eigenschaften.

Ihre Fertigungsweise unterschied sich erheblich von der anderer Elektronenröhren: Da die Konstruktion keine Möglichkeit der Evakuierung des Kolbens vorsah, erfolgte die komplette Systemmontage bis hin zum Verschluss des Kolbens unter Hochvakuum.

Außer bei einigen Spezialanwendungen (Beispiel: erste Verstärkerstufe einer Bildaufnahmeröhre, diverse HF-Verstärker) haben die Nuvistoren allerdings keine große und langanhaltende Bedeutung erlangt. Dies lag auch an der gleichzeitig stattfindenden Entwicklung der Halbleiterbauelemente, welche diesen Röhrentyp vollständig verdrängten.

Beispiele von Nuvistor Elektronenröhren von RCA sind:

  • 7586 - Erste am Markt erhältliche Triode.
  • 8056 - Triode für niedrige Versorgungsspannung.
  • 8058 - Triode für UHF-Anwendungen.
  • 7895 - 7586 mit größerer Steilheit.
  • 6CW4 - Triode mit hoher Steilheit, vor allem im Konsumelektronikbereich eingesetzt.
  • 6DS4 - Nachfolger der 6CW4.
  • 6DV4 - Triode mit mittlerer Steilheit, als UHF-Oszillator eingesetzt. Gehäuse manchmal vergoldet.
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