Dieser Artikel wurde aufgrund von inhaltlichen Mängeln auf der Qualitätssicherungsseite der Redaktion Informatik eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Informatik auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen und beteilige dich an der Diskussion! (+)
Begründung: Der Artikel sollte nach meinem Dafürhalten gründlich überarbeitet werden. -- Sinix 21:41, 28. Jun. 2009 (CEST)
| OS/2 Warp | |
| Bildschirmfoto | |
![]() |
|
| Basisdaten | |
| Entwickler | IBM / Microsoft |
| Version | Warp 4.52 (Januar 2002) |
| Abstammung | \ Multitasking DOS \ OS/2 |
| Architekturen | x86 |
| Lizenz | Proprietär |
| Sonstiges | Preis: kostenpflichtig Entwicklung: 2005 beendet; wird mit eComStation aber weitergeführt |
| Website | www.ibm.com/os2/ |
OS/2 (Operating System/2 – anfangs bei IBM Deutschland auch BS/2 für Betriebssystem/2) ist ein multitaskingfähiges Betriebssystem für den PC. Es wurde ursprünglich als Nachfolger für DOS von IBM und Microsoft gemeinsam entwickelt. Nachdem Microsoft 1991 die Kooperation beendete, um sich stattdessen der Windows-Weiterentwicklung zu widmen, entwickelte IBM OS/2 allein weiter. 2005 wurden der Vertrieb und die Basisentwicklung von IBM eingestellt, unter der Markenbezeichnung eComStation wird das Betriebssystem seitdem von Dritten weiterentwickelt.
Inhaltsverzeichnis |
| Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
Im Heimbereich war OS/2 wegen seiner Stabilität und des schon auf Rechnern mit i286-Prozessor effizienten Multitaskings als Basis für Mailboxen sehr beliebt. Die Version OS/2 Warp 3 war Mitte der 1990er Jahre auf den Rechnern einiger Computerketten (unter anderem Vobis, Escom) vorinstalliert. Dies war allerdings eine größtenteils auf Deutschland beschränkte Erscheinung. Dort konnte OS/2 Mitte der 1990er Jahre einen gewissen Marktanteil gewinnen. Weltweit konnte sich OS/2 jedoch nie gegen Windows durchsetzen, unter anderem weil es höhere Anforderungen an die Hardware stellte. Insbesondere waren acht, besser zwölf Megabyte Arbeitsspeicher notwendig, um die Leistungsfähigkeit wirklich nutzen zu können. Dies war zu dieser Zeit noch recht teuer. Viele Vorinstallationen hatten den Fehler, dass die Rechner nur vier MB Arbeitsspeicher hatten und deshalb sehr langsam waren, da das System permanent mit Auslagern auf die Festplatte beschäftigt war.
Durch das schlechte und widersprüchliche Marketing von IBM war ein Scheitern am Markt vorbestimmt; IBM bewarb OS/2 auf der einen Seite als Lösung für jugendliche Computerfreaks, hatte aber andererseits einen Großteil Firmenkunden, die ganz andere Anforderungen stellten. Spiele gab es vergleichsweise wenige, brauchbare Büroanwendungen nur von wenigen Herstellern, unter anderem Lotus 1-2-3 und StarOffice. Die bekannten Büroanwendungen des Marktführers Microsoft gab es zwar, diese waren jedoch 16-Bit basiert, deutlich langsamer und instabiler als ihre Windows-Pendants.
OS/2 sollte ferner für den PowerPC-Prozessor weiterentwickelt werden. Dabei war auch eine Version im Gespräch, die auf Macintosh-Rechnern von Apple laufen sollte. Eine Variante sollte das betagte Mac OS ablösen, das nicht zu präemptivem Multitasking fähig war. Apple ist aber sehr schnell aus dieser Entwicklung ausgestiegen, so dass eine breitere Basis für das Betriebssystem nicht vorhanden war. In der Computerwoche hieß es z. B.: „Laut Infoworld soll ein Wechsel zwischen Mac OS und OS/2 für Power-PCs möglich sein. Dabei werde der Kern des Apple-Betriebssystems ausgetauscht und jener Speicherbaustein abgeschaltet, der in allen Macs Teile des Betriebssystems enthält.“[1] Dieses wurde dann präzisiert: „Auf Power-PCs laufen zur Zeit die Betriebssysteme Mac-OS 7.1.2 und Windows NT, demnächst wohl auch IBMs OS/2.“[2] Dass es offiziell nicht so weit kam, war ein weiterer Grund für den Tod von OS/2.
OS/2 hatte von Anfang an Eigenschaften, die erst später in anderen PC-Betriebssystemen umgesetzt wurden. Ein Beispiel ist der Speicherschutz, welcher verhindert, dass eine fehlerhafte Anwendung ein anderes Programm oder das gesamte System in Mitleidenschaft zieht. Dazu kommt präemptives Multitasking. Ein weiteres Beispiel ist die Möglichkeit, für verschiedene Programme (aus Kompatibilitätsgründen) mehrere Versionen einer Programmbibliothek gleichzeitig halten zu können. Diese Möglichkeit bot Microsoft erst mit Windows NT 3.1.
Mittlerweile wird OS/2 im Heim-Bereich wegen des geringeren Angebots aktueller Software kaum noch eingesetzt, und auch bei Banken, Versicherungen und Fluggesellschaften ist die Nutzung rückläufig. Neue Installationen werden meistens mit der eComStation-Distribution realisiert. Daneben findet es noch im Bereich der Haustechnik und der Sicherheitstechnik Verwendung. Außerdem füllt es eine Nische in der Fertigungsindustrie aus.
Bisher blieben OS/2 und die eComStation (eCS) praktisch von Gefahren wie Viren, Trojanern und Würmern verschont. Dies ist allerdings weniger auf die Systemarchitektur als mehr auf den geringen Marktanteil[3] zurückzuführen.
IBM kündigte im Winter 2002 das Ende des Privatkundenvertriebs von OS/2 an. Geschäftskunden wurden zunächst noch weiterhin von IBM mit OS/2 beliefert. Der Kundendienst von IBM endete schließlich am 31. Dezember 2006.[4] IBM rät seinen Kunden zu einem Umstieg auf Linux.
Der Vertrieb wurde schon 2001 von der Firma Serenity Systems als Lizenzprodukt unter der Bezeichnung eComStation übernommen. Allerdings hat man dort keinen Zugriff auf die Quelltexte, so dass Weiterentwicklungen des Betriebssystemkerns nicht zu erwarten sind. Dafür wurde die Arbeitsoberfläche weiterentwickelt, die Installation vereinfacht, Teile des Betriebssystems erneuert und mit Hilfe einer engagierten Anwendergemeinschaft die Software-Basis für eComStation und OS/2 beträchtlich erweitert.
Es gibt auch Bestrebungen, ein zu OS/2 kompatibles Open-Source-Betriebssystem zu entwickeln. Das Projekt nennt sich osFree und befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium.
Die mit Version 1.1 eingeführte grafische Benutzeroberfläche wird als Präsentations-Manager (engl. Presentation Manager, PM) bezeichnet und entspricht den IBM-Richtlinien SAA und CUA. Ab Version 2.0 wurde die Arbeitsoberfläche (engl. Workplace Shell, WPS) als objektorientierte Benutzerschnittstelle verwendet, welche auf der Objekttechnologie SOM basiert. Kein modernes Betriebssystem-Äquivalent hat etwas Vergleichbares, welche die Benutzeroberfläche des Betriebssystems als vollständig objektorientierten Schreibtisch darstellt. Das Design der WPS hatte ein Problem: Es gab für die Benutzereingabe nur eine Message-Queue. Blockiert eine fehlerhafte Anwendung diese, gibt es keine Möglichkeit mehr mit dem Betriebssystem zu kommunizieren.
Ein Projekt, die WPS auf einen neuen Betriebssystemunterbau zu bringen, heißt Voyager.[5]
Die erste Version unterstützte nur DOS-Partitionen bis zu einer Größe von 32 MB. Mit Version 1.1 kam die erweiterte FAT-Unterstützung ähnlich DOS 4.0 für Partitionsgrößen bis 2 GB hinzu. Die erweiterten Attribute (darunter auch der gegebenenfalls im erweiterten Attribut LONGNAME gespeicherte lange Dateiname) werden in zwei gesonderten Dateien verwaltet. Dies macht die Verwendung von FAT-Partitionen in einer Mehrbetriebssystemumgebung kritisch, da andere Betriebssysteme nichts mit diesen zusätzlichen Dateien anzufangen wissen und daher die Verbindung zwischen eigentlicher Datei und den in den gesonderten Dateien abgelegten erweiterten Attributen zerstören können. Die von OS/2 genutzten zusätzlichen Bytes in der FAT werden zum Beispiel von Novell NetWare und DR-DOS ab 6.0 zur Speicherung von DelWatch-Informationen (Löschüberwachung) und von Windows ab Windows 95 für die Verbindung zu Einträgen mit langen Dateinamen, bzw. deren Erweiterung, genutzt.
Im Gegensatz zu Windows NT behandelt OS/2 (herkömmliches) FAT als nichtinstallierbares Dateisystem.
Eine besondere Eigenschaft des OS/2 ist die Möglichkeit, über beim Systemstart geladene Treiber den Zugriff auf im Prinzip beliebige andere Dateisysteme zu ermöglichen, so genannte installierbare Dateisysteme (engl.: Installable File System, IFS). Dies waren unter anderem:
OS/2 konnte neben speziell für OS/2 entwickelten Programmen auch in mehreren virtuellen Maschinen MS-DOS-Programme und mittels WinOS/2 Windows-3.1-Programme ausführen. Mit Win32s und vor allem dem Projekt Odin[8] ist es möglich, einige Win32-Programme innerhalb der OS/2-Umgebung zu nutzen. Über Virtual PC, das vor der Übernahme von Connectix durch Microsoft auch für OS/2 verfügbar war, oder Bochs lassen sich auch komplette Win32-Umgebungen starten.
Für die einfache Überführung von Windows in OS/2-Anwendungen existiert die Schnittstelle Open32. Zudem gibt es Bibliotheken und Entwicklungswerkzeuge, welche die Portierung von Unix-Anwendungen unterstützen.
Für Lexikon-Artikel gilt die Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“.
Die Wikipedia ist eine Enzyklopädie, deren Inhalte frei nutzbar sind und es immer sein werden.