| OpenDNS | |
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| Unternehmensform | |
| Gründung | Juli 2006 |
| Unternehmenssitz | San Francisco |
| Unternehmensleitung | |
| Mitarbeiter | 12 |
| Branche | Internet |
| Website | www.opendns.com |
OpenDNS ist ein kostenloser Dienst, der DNS-Abfragen beantwortet.
Inhaltsverzeichnis |
OpenDNS wurde im Juli 2006 durch den Hacker und Unternehmer David Ulevitch gegründet. Der Dienst erhielt eine Finanzierung durch Minor Ventures, eine vom CNET-Gründer Halsey Minor geführte Firma.
Am 10. Juli 2006 berichteten Digg, Slashdot und Wired News über OpenDNS. Durch diese Reportagen vervielfachten sich die DNS-Abfragen.
Am 2. Oktober 2006 wurde Phishtank, eine kollaborative Anti-Phishing Datenbank eröffnet. Im selben Jahr begann OpenDNS auch die Programmierschnittstelle von DynDNS zu nutzen.
Seit Beginn des Jahres 2007 sind die Server um den Globus verteilt. Derzeit gibt es Standorte in Seattle, Palo Alto, New York, Washington, D. C., London und geplant sind Chicago und Hongkong.
OpenDNS bietet DNS-Abfragen (Auflösung von DNS-Namen) für Privatpersonen und Firmen. Dies stellt eine Alternative zur Benutzung des DNS-Servers des eigenen Internet Service Providers dar. Zum anderen bietet die Firma einen Phishingfilter sowie Korrektur von Eingabefehlern an. OpenDNS sammelt eine Liste fragwürdiger Seiten und blockiert den Zugriff auf diese.
Über den Dienst PhishTank können Nutzer neue Phishing-Seiten melden oder Berichte zu älteren Seiten überarbeiten.
Auch wenn es der Name suggeriert, ist OpenDNS nicht Open Source oder Freie Software. Die Firma verdient das Geld, indem es den Nutzer zu einer eigenen Suchseite umleitet, wenn der Domainname falsch eingegeben wurde. Auf dieser Seite wird Werbung präsentiert. Dieses Verhalten ähnelt dem SiteFinder von VeriSign, welcher seinerzeit stark kritisiert wurde. OpenDNS ist der Meinung, dass dies nicht vergleichbar ist. Denn der Nutzer entscheidet sich freiwillig für diese Dienstleistungen.
Weiterhin will OpenDNS spezielle Dienstleistungen anbieten. Dazu gehören so genannte Shortcuts. Damit kann der Nutzer Kurznamen auf einen Domainnamen abbilden. Als Beispiel wird der Name "mail" für die Adresse "mail.yahoo.com" genannt.
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Durch das Finanzierungsmodell von OpenDNS entstehen auch Beschwerden von Benutzern. Denn vielen ist nicht klar, dass die fehlgeschlagenen Anfragen umgeleitet werden und sind daher überrascht, auf eine Seite mit Werbung zu gelangen. Das Verhalten kann über das OpenDNS Control Panel abgeschaltet werden.
Weiterhin gibt es große Bedenken bezüglich der Privatsphäre. Im Normalfall werden die DNS-Anfragen vom Provider beantwortet. Dieser kennt alle relevanten Daten des Nutzers. Bei der Benutzung von OpenDNS gelangen die Daten über die abgefragten Server in die Hände einer dritten Firma. Diese kann ein Profil über die abgefragten und damit wahrscheinlich auch besuchten Seiten erstellen. Dieses Profil kann gewinnbringend weiter verwertet werden.