| Oracle Corporation | |
|---|---|
| Unternehmensform | Corporation |
| ISIN | US68389X1054 |
| Gründung | 1977 |
| Unternehmenssitz | Redwood Shores, Kalifornien, USA |
| Unternehmensleitung | |
| Mitarbeiter | 84.233 (Geschäftsjahresende 31. Mai 2008) |
| Umsatz | 22,4 Mrd. USD (2007/2008) |
| Branche | Softwareentwicklung |
| Website | www.oracle.com |
Oracle Corporation [ˈɔːɹəkl̩ ˌkɔːɹpəˈɹeɪʃn̩] ist der weltweit drittgrößte Softwarehersteller[1] mit Hauptsitz in Redwood Shores (Silicon Valley, Kalifornien). Bekanntestes und erfolgreichstes Produkt des Unternehmens ist das Datenbankmanagementsystem Oracle Database, welches üblicherweise mit dem Namen Oracle in Verbindung gebracht wird.
Gegründet wurde das Unternehmen von Lawrence J. Ellison (Larry Ellison), der bis heute den Vorsitz in der Firma führt.
Oracle beschäftigt mehr als 70.000 Mitarbeiter in 145 Ländern. Allein in Deutschland gibt es zehn Geschäftsstellen. Die Deutschlandzentrale ist in München, außerdem gibt es seit 2001 Oracle Direct in Potsdam. Oracle produziert und vertreibt neben dem Datenbankprodukt Oracle Database, die Oracle Fusion Middleware und die JEE-Server Oracle Application Server und Oracle WebLogic.
Im Markt für Unternehmenslösungen (Package Applications) ist Oracle mit Oracle Applications, E-Business Suite, PeopleSoft Enterprise, JD Edwards EnterpriseOne, JD Edwards World und Siebel Systems vertreten.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Die Produktliste des Herstellers ist aufgrund der Übernahme von PeopleSoft, Siebel und anderen sehr lang.[3]
Derzeit versucht Oracle, mit seiner E-Business Suite und der Collaboration Suite im Bereich ERP-Software bzw. Groupware Fuß zu fassen, in dem SAP (SAP ERP, R/3), Microsoft und IBM (Lotus) bereits etabliert sind. Ferner positioniert sich Oracle mit dem Oracle Application Server beziehungsweise dem Oracle WebLogic und zahlreichen Zusatzprodukten gegen SUN iPlanet, IBM WebSphere und SAP Netweaver im J2EE-Bereich. Eine Ausweitung des Geschäftsfeldes scheint notwendig, weil der Markt für relationale Datenbanken weitgehend ausgereizt erscheint.
Oracle übernahm am 13. Dezember 2004 seinen langjährigen Rivalen PeopleSoft in einer feindlichen Übernahme für 10,3 Mrd. US-Dollar und stärkte damit seinen Bereich betriebswirtschaftliche Standardsoftware. Trotz der Übernahme liegt Oracle in diesem Bereich (22 % Marktanteil, Stand: 2004) hinter dem Konkurrenten SAP (40 % Marktanteil, Stand: 2004). Es ist derzeit noch offen, ob Oracle die vier ähnlichen Produkte (Oracle E-Business Suite, PeopleSoft, JD Edwards Enterprise One, JD Edwards World) erfolgreich zu einem Produkt verschmelzen kann. Unter dem Namen "Fusion" haben die Arbeiten an einer übergreifenden Produktplattform begonnen, die diese Angebote vereinen soll. Diese "Fusion Application Suite" soll 2008 auf dem Markt verfügbar sein.
Am 12. September 2005 verkündete Oracle, dass es den CRM-Anbieter Siebel für 5,85 Milliarden Dollar übernehmen werde. Die Übernahme wurde im ersten Quartal 2006 abgeschlossen.
Im Oktober 2005 stellte Oracle eine für private und kommerzielle Nutzung kostenlose Datenbankversion unter dem Namen "10g Express Edition" vor.
Im Februar 2006 wurden Übernahmeangebote an die Open-Source Unternehmen JBoss und MySQL bekannt, und nachdem JBoss von Redhat gekauft wurde, erwägt Oracle nun, eine eigene von Redhat abgeleitete Distribution als zertifizierte Basis für Datenbankserver zu veröffentlichen. Dieser Schritt wurde mit der Ankündigung von Oracle Unbreakable Linux auf der Oracle Openworld im Oktober 2006 vollzogen.
Einer möglichen Übernahme von Novell, dem Besitzer von Suse Linux, erteilte Ellison eine Absage, weil das durch die Verflechtung von Novell mit IBM Oracle „bei einer Übernahme in eine sehr unkomfortable Situation bringen würde“.
Hauptkonkurrent im Marktsegment für Unternehmenslösungen ist SAP. Das Marktsegment Unternehmensberatung wird von Oracle derzeit (2006) nur wenig bedient (sondern insbesondere im ERP-Bereich über Partner abgewickelt), hier wird der Wettbewerb von IBM angeführt.
Im Marktsegment für relationale Datenbanken steht Oracle in Konkurrenz mit Open-Source-Datenbanken und Anbietern kommerzieller Datenbank-Server-Lösungen wie DB2 und Microsoft SQL Server.
Oracle erwarb sich auch beträchtliche Marktanteile im Bereich der eingebetteten Datenbanksysteme durch die Übernahme von Sleepycat mit dem Produkt Berkeley DB.
Um mit kleinen und leichtgewichtigen Lösungen im Massenmarkt eine weitere Verbreitung von Oracle-Technologie zu erreichen, beteiligt sich das Unternehmen stark in zahlreichen Open-Source-Projekten. Mit der Oracle Express Edition steht das Datenbank-Produkt Oracle Server unter gewissen Auflagen und Einschränkungen zur freien Benutzung zur Verfügung.
| Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. |
Oracle bietet eine Vielzahl von Produkten an. Die bekanntesten Einzelprodukte sind:
Koordinaten: 37° 31′ 46″ N, 122° 15′ 58″ W