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Oszillatorschaltung

13. Nov 2008, 05:43
Redundanz
Die Artikel Oszillator und Oszillatorschaltung überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Bitte äußere dich in der Diskussion über diese Überschneidungen, bevor du diesen Baustein entfernst. mik81diss 14:53, 11. Jan. 2008 (CET)

Eine Oszillatorschaltung, auch kurz Oszillator genannt, ist eine elektronische Schaltung zur Erzeugung einer periodischen Wechselspannung. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine solche Schaltung aufzubauen, zum Beispiel:

Integrierter Quarzoszillator

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Schwingungsbedingung

Ein Verstärker kann durch eine geeignete Rückkopplung in einen Oszillator verwandelt werden. Harry Nyquist fand um 1930 die Kriterien, die dazu führen, dass eine dauerhafte Schwingung einer bestimmten Frequenz entsteht:

  1. Die Schleifenverstärkung muss bei dieser Frequenz mindestens 1 sein (keine Abschwächung).
  2. Die Phasenverschiebung der Rückkopplungsschleife muss bei dieser Frequenz ein Vielfaches von 360° betragen.

Obwohl primär für Sinusschwingungen gebraucht, gilt das Kriterium entsprechend auch für andere Signalformen.

Ein verlustbehafteter Schwingkreis kann durch ein Bauelement mit negativem differentiellen Widerstand, beispielsweise einer Tunneldiode, entdämpft werden und erzeugt dann Wechselspannung. Bedingung ist, dass der Gesamtwiderstand Null ist. Die Energie wird von einer Batterie geliefert.

[Bearbeiten] Qualität

Die Qualität eines Oszillators wird generell nach der Stabilität von Amplitude, Frequenz und Phase beurteilt. Sind die Schwankungen nur statisch beschreibar, werden sie als Rauschen bezeichnet. Als eigenständiger Begriff ist hier nur das Phasenrauschen (bzw. Jitter) üblich. Wichtig ist auch die Stabliltät gegenüber Schwankungen der Temperatur oder Versorgungsspannung.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Genauigkeit, mit der die gewünschte Kurvenform erzeugt wird. Bei einem Sinusoszillatoren kann dies recht einfach durch die Intensität von Oberwellen beschrieben werden.

Ist eine Veränderung von Amplitude, Frequenz oder Phase beabsichtigt, wird sie als Modulation bezeichnet.

[Bearbeiten] Kategorisierung

[Bearbeiten] Nach Schwingungsformen

[Bearbeiten] Nach dem frequenzbestimmenden Mechanismus

[Bearbeiten] Resonanzoszillatoren

Bei Resonanzoszillatoren ist ein schwingungsfähiges Gebilde (z. B. Schwingkreis oder Schwingquarz) frequenzbestimmend. Vorwiegend dessen Stabilität entscheidet über die Stabilität der Ausgangsfrequenz. Beispiele: Quarzoszillatoren, solche mit einem L-C-Schwingkreis.

[Bearbeiten] Relaxationsoszillatoren

Bei Relaxationsoszillatoren wird die Frequenz durch Entladungsvorgänge eines Kondensators in einem RC-Glied bestimmt. Die bekanntesten Schaltungen sind Multivibrator und Kippschwinger. Wenn ein Kondensator bis zu einem bestimmten Grad aufgeladen bzw. entladen ist, kippt die Stufe in ihren anderen Zustand. Es geht also meistens um digitale Oszillatoren. Dagegen liefert der Sperrschwinger mit ähnlichem Funktionsprinzip (allerdings unter zusätzlicher Beteiligung einer Induktivität) eine sägezahnförmige Ausgangsspannung, wie sie z. B. früher in elektronischen Orgeln wegen des kompletten Obertonspektrums verwendet wurde. Neben einem RC-Glied ist auch noch die Schwellenspannung der beteiligten Kippstufe von Einfluss auf die Stabilität. Beides ist typischerweise wesentlich weniger stabil als beim Resonanzoszillator, weshalb hier größerer Aufwand nötig wird, wenn hohe Stabilität gebraucht wird.

[Bearbeiten] Laufzeitoszillatoren

Bei Laufzeitoszillatoren ist die Laufzeit in bestimmten Schaltungsteilen bestimmend für die Schwingungsdauer und damit für die Frequenz. Als Beispiel dient hier der Ringoszillator mit seiner Inverter-Kette, deren Laufzeit die erzeugte Frequenz bestimmt. Aber auch Hardware-Oszillatoren wie das Magnetron und das Klystron zählen zu dieser Kategorie. Andererseits gibt es einen Überlappungsbereich zu den Relaxationsoszillatoren, weil die dort zeitbestimmenden RC-Glieder auch als Laufzeitglieder angesehen werden können. Entsprechend ist die Frequenzstabilität im Vergleich eher mittelmäßig, mit Ausnahme der aufgeführten Hardware-Oszillatoren, wo sie typischerweise sehr hoch ist.

[Bearbeiten] Moderne Oszillatorschaltungen

Moderne Oszillatoren vermeiden die Nachteile der vor etwa 100 Jahren erfunden klassischen Oszillatorschaltungen (wie Meißner-Schaltung, Hartley-Schaltung, Colpitts-Schaltung), die bei ungünstiger Dimensionierung der Bauelemente unerwünschte parasitäre Schwingungen auf einigen Giga-Hertz erzeugen können, zu tieffrequenten Kippschwingungen neigen, oder eine merklich von der Sinusform abweichende Schwingungsform besitzen.

Eine mögliche Schaltung verwendet einen Differenzverstärker mit zwei Transistoren und zeichnet sich durch sehr gutmütiges Verhalten aus. In den untenstehenden Bildern ist eine Variante mit NPN-Transistoren dargestellt, mit der sich – abhängig von den Daten des Schwingkreises – ohne Änderung anderer Bauelemente Frequenzen im Bereich 0,05 MHz bis 40 MHz erzeugen lassen. Bei der anderen Schaltung wurden PNP-Transistoren verwendet und die Werte der Bauelemente für Frequenzen im Bereich 1 Hz bis 500 kHz dimensioniert. Bei dieser Schaltung ist der Schwingkreis auf Null-Potential, was für manche Anwendungen vorteilhaft ist (im Regelfall ist der Minuspol Bezugspunkt für alle Messungen).

Der Ausgang ist oben

Bild:Moderner_Oszillator_k.GIF Bild:Moderner_Oszillator_M.GIF

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.e-technik1.uni-rostock.de/deutsch/edu/schalt2/wienbr.pdf Wien-Brücken-Oszillator
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