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Oxidationsmittel

9. Nov 2008, 17:31

Ein Oxidationsmittel (auch Oxidans oder Oxidator) ist ein Stoff, der andere Stoffe oxidieren kann, und dabei selbst reduziert wird. Oxidationsmittel können Elektronen aufnehmen, während die Reduktionsmittel sie abgeben. Deshalb werden Oxidationsmittel auch als Elektronenakzeptoren bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wandel des Begriffs

Im engeren, historischen Sinne ist ein Oxidationsmittel – neben Sauerstoff selbst – zunächst eine Substanz, die Sauerstoff abgeben kann (man spricht dann aber besser von Sauerstoffüberträgern). Im Hinblick darauf, dass Sauerstoff bei jeder Verbrennung selbst – ebenso wie Fluor, Chlor usw. – die Elektronen des oxidierten (Brenn-)Stoffes aufnimmt, wurde dann die heutige Definition als Elektronenakzeptor geschaffen. Der Wikipedia-Artikel über Oxidation stellt diese geschichtliche Entwicklung ausführlicher dar.

[Bearbeiten] Beispiele

Sauerstoffdifluorid sowie Fluor selbst sind nach Kryptondifluorid die stärksten Oxidationsmittel überhaupt. Weitere Beispiele sind Wasserstoffperoxid H2O2 und seine Addukte wie Natriumpercarbonat, sauerstoffhaltige Anionen (Oxoanionen) von Übergangsmetallen in hohen Oxidationsstufen wie Permanganat MnO4 (siehe Kaliumpermanganat) oder Dichromat Cr2O72−, Metallionen wie Ce4+, Edelmetallionen wie die von Silber und Kupfer, Anionen von Halogensauerstoffsäuren wie Bromat BrO3, oder eben Elemente wie Sauerstoff (lateinisch: Oxygenium, daher die Bezeichnungen „Oxidationsmittel" usw.), Schwefel und die Halogene Fluor, Chlor, Brom und Iod.

[Bearbeiten] Oxidation und Reduktion

Oxidationsmittel reagieren mit Reduktionsmitteln in einer Redoxreaktion, darauf beruht z.B. auch das maßanalytische Verfahren der Redoxtitration. Oxidationsmittel oxidieren Stoffe und werden dabei selbst reduziert.

[Bearbeiten] Oxidationsmittel als Bleich- und Desinfektionsmittel

Als

sowie als

sind (oder waren) folgende Oxidationsmittel von alltäglicher Bedeutung:

Chlor-basierte Methoden sind effizienter und billiger als Sauerstoff-basierte, andererseits umweltpolitisch eher bedenklich und eher unangenehm riechend. Allerdings wirkt Ozon auf Menschen ähnlich wie Chlor – reizend bis giftig.

Dieser Artikel ist eine Kopie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Am Originalartikel kann jeder Korrekturen und Ergänzungen vornehmen. Zudem kann man frühere Versionen einsehen.
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