Mit Paid Content wird der kostenpflichtige elektronische Vertrieb und Handel mit digitalen Inhalten (Content) in rein digitalen Medien bezeichnet.
Beispiele für digitale Medien sind z. B. das World Wide Web (WWW) oder Mobile/Handy-Medien (SMS, WAP, Handylogos, -klingeltöne). Dabei können in Bezug auf Paid Content und Paid Services unterschiedliche Ausgabemedien, wie der PC, das Handy, oder PDAs, etc. genutzt werden. Paid Content ist dabei von Paid Services zu unterscheiden.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Paid Content und Paid Services liegt in der Interaktion des Kunden. Wird ein einmaliger Download eines Produktes gegen Gebühren durchgeführt, spricht man von Paid Content.
Der Kunde ruft somit digitale Güter ab, die als gelieferte Produkte verstanden werden können. Paid Content ist vor allem im Zusammenhang mit Zeitungsartikeln und dem Download von Musik zu verbinden.
Online-Auktionen, die Handels-Plattform als solche ist dagegen z. B. ein Paid Service, der gegen Gebühren genutzt werden darf. Die gesamte Nutzung spielt sich Online ab und eine Benutzerinteraktion ist gegeben.
Die ersteigerte Ware ist jedoch nicht als Paid Content anzusehen, da es sich dabei wiederum um ein erworbenes, physisches Gut handelt.
Paid Services stellen somit gelieferte Dienste dar.
Bei Paid Content handelt es sich um immaterielle Realgüter.
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Paid Content ist neben der Online-Werbung, Sponsorings und den Absatz von materiellen Gütern eine weitere Möglichkeit zur Refinanzierung von Websites. Hosting, Erstellung und die Pflege von Internetseiten verursachen hohe Kosten für den Betreiber, die in vielen Fällen nicht durch die klassischen Refinanzierungsmöglichkeiten gedeckt werden können.
Paid Content erfährt aktuell vor allem im Bereich des Verlagswesens, mit unterschiedlichen Erfolgen, eine vermehrte Anwendung. Gleichermaßen nutzt die Musik-Branche die Vorteile des entgeltichen Angebots von digitalen Waren.
In Deutschland haben die bisherigen Erträge in vielen Branchen noch nicht das gewünschte Niveau erreicht.
Vor allem im privaten Bereich sind User noch seltener gewillt für Inhalte im Internet zu zahlen. Zur beruflichen Weiterbildung, also im Business-to-Business (B2B)-Sektor erfreut sich Paid Content einer steigenden Verbreitung.
Das Hauptproblem für die Durchsetzung von Paid Content liegt hauptsächlich in einer noch geringen Kundenakzeptanz.
Lange wurde von Anbietern einer Website folgender Kreislauf gepflegt. Websites sollten sich hauptsächlich durch Werbeeinnahmen refinanzieren. Um Werbetreibende für seine Seite zu gewinnen, mussten jedoch entsprechende Benutzerzahlen vorgewiesen werden können. Um diese wiederum zu erlangen, musste der Anbieter hochwertige oder exklusive Inhalte veröffentlichen. Die Kunden sind demnach bis heute daran gewöhnt hochwertige Inhalte kostenlos zu erhalten.
So wurde 1. über lange Zeit eine Art Gratis-Mentalität beim Kunden ‚gezüchtet‘. Der Kunde ist kaum gewillt, dieses Privileg aufzugeben. 2. Ist es nicht möglich oder kaum zu rechtfertigen, im Nachhinein einfach ein Preisschild an zuvor kostenfreie Inhalte zu hängen. Vor allem (3.) dann nicht, wenn die Konkurrenz ähnliche Inhalte weiterhin kostenlos anbietet.
Dennoch lassen sich steigende Tendenzen im Bereich des Paid Content feststellen. Sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich (Business-to-Consumer). Laut Fehr (2003) ergibt eine von „Fittkau & Maaß“ regelmäßig durchgeführte Umfrage (W3b), dass eine kategorische Ablehnungshaltung gegenüber der Bezahlung für Internetinhalte seit dem Frühjahr 2001 bis Winter 2002 von 49,9 % auf 27,1 % gesunken ist.
Um Paid Content erfolgreich einzuführen sollten einige Aspekte bei der Produktentwicklung beachtet und berücksichtigt werden.
In Anlehnung an Fehr (2003) ergeben sich in gekürzter Form folgende Aspekte:
Dennoch kann es sein, dass der Kunde nicht die Bereitschaft zeig, erst nach einem kostenfreien Konkurrenzprodukt zu suchen, da ihm der zeitliche Aufwand z. B. zu hoch erscheint.