Eine ganze Zahl heißt gerade, wenn sie durch 2 teilbar ist; andernfalls heißt sie ungerade. In der Algebra und allgemein in der Mathematik wird die Eigenschaft, gerade oder ungerade zu sein, mit dem Begriff Parität bezeichnet. Das Konzept wird auch allgemeiner angewendet, die zugrunde liegende Menge wird dabei im Normalfall in zwei gleichmächtige disjunkte Teilmengen zerlegt (lateinisch: paritas „Gleichheit, gleich stark“).
Bei vielen Fragestellungen liefert die Parität eine hilfreiche Invariante und zählt zu den wichtigen Hilfsmitteln in der elementaren Zahlentheorie, zum Beispiel als Anwendung bei Permutationen, dem 15-Puzzle und dem Zauberwürfel. Die Begriffe gerade und ungerade und einfache Eigenschaften gerader und ungerader Zahlen werden schon in der Grundschule gelehrt.
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Eine natürliche oder ganze Zahl heißt gerade, wenn sie durch Zwei teilbar ist, ansonsten ungerade. Gerade Zahlen werden durch
charakterisiert, ungerade Zahlen durch
für beliebiges
. Dementsprechend wird die Null als gerade angesehen.
Das heißt, ungerade Zahlen hinterlassen bei Division durch 2 stets einen Rest von 1, gerade Zahlen den Rest 0. Sie werden also durch ihre prime Restklasse modulo Zwei charakterisiert. Da ( − 1)0 = 1 und ( − 1)1 = − 1 gilt, wird die Parität manchmal auch mit positivem oder negativem Vorzeichen symbolisiert, siehe auch: Paritätsbit. Allerdings ist es falsch, das Vorzeichen von positiven und negativen Zahlen als Paritätseinteilung zu verstehen.
Die Rechenregeln für Paritäten folgen den Gesetzen des Restklassenkörpers mit zwei Elementen. Dabei stehen null und eins für die entsprechenden Reste modulo 2 und damit für gerade oder ungerade. Insbesondere erhält Quadrieren die Parität.
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Addition:
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Multiplikation:
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Im Dezimal-, Binär- und allgemein in jedem Stellenwertsystem mit gerader Basis erkennt man die Parität daran, ob die letzte Ziffer durch 2 teilbar ist.
kann stets eindeutig als Produkt einer (geraden) Zweierpotenz und einer ungeraden Zahl u geschrieben werden:
, wobei
und 
Um die Parität von anderen mathematischen Objekten angeben zu können, muss mindesten eine sinnvolle Abbildung existieren, die jedem dieser Objekte eine ganze Zahl zuordnet. Insbesondere muss Division mit Rest möglich sein, für eine beliebige reelle Zahl lässt sich beispielsweise keine Parität angeben.
Dabei ist zweitrangig, mit welchen Begriffen eine Parität belegt wird, hauptsächlich geht es darum, dass man sie vergleichen kann und dass jedem Objekt genau eine Parität zugeordnet wird. Entsprechend nennt man zwei ganze Zahlen a und b von gleicher Parität, wenn ihre Differenz a - b gerade ist, andernfalls sind sie von verschiedener Parität.
So haben 15 und 33 die gleiche Parität (die Differenz 18 ist gerade), 3 und 20 jedoch eine unterschiedliche Parität (Differenz 17). Ob die Parität jeweils gerade oder ungerade ist, lässt sich auf diese Weise innerhalb eines Vergleichs nicht erkennen.
Permutationen bilden das prominenteste Beispiel für eine verallgemeinerte Anwendung der Parität. Jede Permutation lässt sich als Produkt von endlich vielen Transpositionen schreiben - allerdings nicht eindeutig, es lassen sich immer noch Transpositionen hinzunehmen, ohne dass sich das Produkt ändert. Betrachtet man aber die Anzahl der multiplizierten Transpositionen, so lässt sich beweisen: Jede Permutation ist immer Produkt einer entweder geraden oder einer ungeraden Anzahl von Transpositionen. Gemäß dieser Invarianz nennt man eine Permutation auch gerade oder ungerade.