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Passungssystem

9. Dez 2008, 14:31

Das Passungssystem ist im Maschinenbau ein Hilfsmittel zur Vermeidung einer größeren Anzahl von Toleranzen. Definierte Passungen erlauben das Austauschen von Maschinen- oder Normteilen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zweck

Der Grundgedanke eines solchen Systems besteht darin, eines der beiden zu einer Passung gehörenden Werkstücke möglichst einheitlich zu fertigen und die zugehörige Toleranz in das andere Werkstück hinein zu verlegen.

Unterschieden werden dabei zwei Verfahren, die Einheitsbohrung und die Einheitswelle.

[Bearbeiten] Einheitsbohrung

Die Abmaße für ISO-Passungen im System Einheitsbohrung werden in der DIN 7154 genau definiert.

Bei der Einheitsbohrung(H) wird der Durchmesser einer Bohrung, etwa der einer Welle-Nabe-Verbindung, stets mit dem gleichen Werkzeug gefertigt, der Durchmesser der zugehörigen Welle wird - je nach Bedarf - im Durchmesser mehr oder weniger groß gefertigt. Ein Bearbeitungsverfahren dafür ist das Drehen.

Das Verfahren zeichnet sich durch einen kostengünstigen Einsatz der verwendeten Werkzeuge aus und ist im Maschinenbau vorherrschend.

Grund ist, dass übliche Bohrwerkzeuge zwei oder mehr Werkzeugschneiden aufweisen, die zudem ohne größeren Aufwand geometrisch nicht änder- oder verstellbar sind.

[Bearbeiten] Einheitswelle

Die Abmaße für ISO-Passungen im System Einheitswelle werden in der DIN 7155 genau definiert.

Die Einheitswelle(h) sieht für die Welle ein durchgehendes Stück Rundmaterial vor, das bereits bei seiner Fertigung auf das Endmaß gebracht wird. Die darauf befindlichen Bauteile werden dann individuell, z.B. durch Bohren auf das Maß und die gewünschte Passungsart (fest, leicht verschieblich, lose) gefertigt. Das Verfahren ist eher selten anzutreffen, eine typische Anwendung sind z.B. die langen Wellen von Transmissionen und an Textilmaschinen oder in landwirtschaftlichen Geräten.

[Bearbeiten] Normung

Nach ISO werden die Toleranzen der Einheitsbohrung für die Welle mit Kleinbuchstaben angegeben, wobei die einheitlich auszuführende Bohrung stets mit H zu tolerieren ist. Bei der Einheitswelle liegen die Verhältnisse genau umgekehrt; die Toleranz der Welle wird mit h angegeben, die Toleranzen der zugehörigen Bohrungen erhalten Großbuchstaben.

Eine komplette Passungsauswahl für das System Einheitsbohrung wird in DIN 7157 definiert. Für das System Einheitswelle definiert die selbe Norm ausschließlich Spielpassungen.

[Bearbeiten] Ausgewählte Passungen

[Bearbeiten] nach Passungssystem "Einheitsbohrung"

[Bearbeiten] Spielpassungen

[Bearbeiten] Übergangspassungen
  • H7/j6: Teile mit dem Holzhammer fügbar: Leicht ausbaubare Zahnräder, Lagerbuchsen
  • H7/m6: Teile mit dem Schlosserhammer fügbar: Zahnräder und Kupplungen auf Zapfen
  • H7/n6: Teile mit geringem Druck fügbar: Spurkränze auf Radkörper

[Bearbeiten] Presspassungen / Übermaßpassungen

[Bearbeiten] Siehe auch

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