Pentomino (auch Pentamino) ist ein Spiel, bei dem eine Fläche mit Platten so gefüllt werden muss, dass alle 12 Platten verwendet werden, und jedes Quadrat der Fläche belegt ist. Pentamino ist als Solospiel, also für eine Person, angelegt; man kann es aber auch als Spiel für zwei oder mehr Spieler modifizieren. Unter dem Namen Pentominos erschien es als Zweipersonenvariante im Hallmarkverlag.[1]
Das Wort Pentomino wurde vom Mathematiker Solomon W. Golomb erfunden und wurde erstmals im Jahr 1954 in einem Artikel der Fachzeitschrift American Mathematical Monthly verwendet[2]. Polyominos als übergeordnete Gruppe wurden erstmals 1957 in Scientific American ausführlich diskutiert.
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Die 12 Spielsteine sind alle bis auf Symmetrie möglichen Kombinationen, die sich ergeben, wenn man 5 Quadrate so aneinander legt, dass sich die einzelnen Quadrate immer mit der vollen Kante berühren:
Zum besseren Verständnis hat man die Spielsteine mit Buchstaben bezeichnet, die der ungefähren Form des Steins entsprechen. Zeilenweise sind das im Bild: I, L, Y, V, T, U und N, X, P, W, Z, F. Die Spielsteine L, Y, N, P, Z und F liegen in zwei spiegelbildlichen Formen vor, die sich nur zur Deckung bringen lassen, wenn man einen Spielstein wendet. Von den anderen Spielsteinen gibt es nur eine Form, so dass sich insgesamt 18 Formen ergeben.
In diesem Fall ist es ein Geduldspiel. Die Aufgabe besteht darin, aus den 12 Teilen bestimmte Figuren zu legen. Es folgt eine Auswahl an Möglichkeiten:
| 2 Lösungen | 368 Lösungen | 1010 Lösungen | 2339 Lösungen |
| 4340 Lösungen | 376 Lösungen | 130 Lösungen | 42 Lösungen | 74 Lösungen |
XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX XXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX XXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX XXXXXXXXX
XXX XXX XXX
XXX XXX XXX
XXX XXX XXX
X X
XXX XXX
XXXXX XXXXX
XXXXXXX XXXXXXX
XXXXXXXXX XXXXX
XXX
X
Es gibt noch weitere Geduldspiele wie das Geburtstagspuzzle bei dem auf einem 8x8 Spielfeld 12 Pentamino-Steine so untergebracht werden müssen, dass die 4 freibleibenden Quadrate ein bestimmtes Datum anzeigen.
Ein mögliches Regelwerk für ein Strategiespiel mit 2 Personen wäre das folgende:
Käufliche Mehrpersonenspiele, die mit Pentomino- (bzw. Polyomino-) Steinen arbeiten gibt es mehrere.
Eine (unvollständige) Liste wäre :
Anstelle von Quadraten kann man die Spielsteine auch aus Würfeln bilden (sie werden dann auch Pentakuben genannt). Aus diesen Spielsteinen können dann, genau wie aus dem Somawürfel, viele verschiedene dreidimensionale Objekte gelegt werden, zum Beispiel Boxen mit den folgenden Abmessungen:
Außerdem kann man einige der Spielsteine selbst vergrößert bauen. Jeder Würfel im nachzubildenden Stein wird durch einen 2x2x3-Block nachgebaut.
Folgende Spielsteine lassen sich nachbauen: F mit 1, P mit 1082, U mit 10, Z mit 24, T mit 3, V mit 21, N mit 51, Y mit 7 und L mit 99 Lösungen.
Neben der Form des Spiels zum Anfassen, wurde (und wird) Pentamino oft als Tüftelei am Computer umgesetzt.
An Stelle von Platten mit 5 Quadraten gibt es das Spiel auch mit Platten, die aus 6 Quadraten zusammengesetzt sind. Diese Variante heißt Hexamino und hat 35 verschiedene Platten. Heptamino hat 108, und Oktamino 369 verschiedene Platten.
Die 5 verschiedenen Platten des Tetramino haben ihren Eingang in das Computerspiel Tetris gefunden.
Anstelle von Quadraten können auch andere geometrische Figuren gewählt werden: gleichseitige Dreiecke, Sechsecke, Rechtecke, gar Gruppen aus zwei oder mehr verschiedenen Figuren. Man muss die Figuren auch nicht mit der vollen Kante aneinander stoßen lassen, sondern kann sie zum Beispiel um die Hälfte verschieben. Die Variationsmöglichkeiten sind enorm.
Das L-Spiel für zwei Personen ist ebenfalls eine Variante, hier wird allerdings nur mit einer Spielfigur (je Spieler) gespielt.
Eine interessante Variante bilden die so genannten „polarisierten“ Pentominos. Denkt man sich die Ebene von senkrechten bzw. waagerechten (parallelen) „Polarisationsfeldern“ durchzogen, so kann man von den meisten Pentominos jeweils zwei Ausführungen unterscheiden, also praktisch eine „waagerechte“ sowie eine „senkrechte“ Variante. Nur die Pentominos W, X und V sind sozusagen „in sich selbst“ polarisiert und kommen daher nur einfach vor. Selbstverständlich ist bei der Konstruktion von Puzzles nun darauf zu achten, dass die Teile alle ausschließlich in einer „Polarisationsrichtung“ gebraucht werden dürfen. Unter den genannten Voraussetzungen ergeben sich die folgenden 21 Teile:
| "Parallel polarisierte Pentominos" | |
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| Lösungsbeispiele | |
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