Der Begriff Pervasive Computing (engl.. pervasive – durchdringend, um sich greifend) bzw. Rechnerdurchdringung bezeichnet die allesdurchdringende Vernetzung des Alltags durch den Einsatz „intelligenter“ Gegenstände.
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Computerprozessoren und Sensoren werden ständig kleiner und billiger, drahtlose Kommunikation ist schon heute, im westlichen Europa, nahezu überall verfügbar. Durch automatisiertes Sammeln (z. B. durch RFID-Chips) und Auswerten (z. B. durch KDD und Data-Mining) von Daten können wertvolle Persönlichkeitsprofile erstellt werden.
Der Begriff Pervasive Computing ist die von der Industrie geprägte Variante des Ubiquitous Computing (dt. Rechnerallgegenwart). Mit zum Teil bereits verfügbarer Technik wird versucht, Geschäftsprozesse und allgemeine Lebensbereiche zu durchdringen. Die gewonnenen Daten werden kommerziell verwendet, zum Beispiel für den E-Commerce. In diesem Bereich befindet sich Pervasive Computing bereits heute im Einsatz.
Pervasive Computing hat das Potenzial, die Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Eine gesellschaftliche Debatte auf breiter Basis findet derzeit nicht statt.
Vorangetrieben wird die Entwicklung auch durch die öffentliche Sicherheitsdebatte. Einige Sicherheitsexperten sehen in den wachsenden Kontrollmöglichkeiten jedoch keinen Sicherheitsgewinn.
Anhänger des Pervasive Computing sehen neue Möglichkeiten für Anwender und neue Massenmärkte. Gegner kritisieren die aus ihrer Sicht überstürzte Einführung durch Industrie und Politik.
Mit Pervasive Computing sind weitreichende Folgen für die Gesellschaft verbunden.
Im Wesentlichen sind fünf Lebensbereiche bzw. Themen besonders betroffen (vgl. TA-Swiss 2003, S. 42):