Pikmin ist eine Videospielreihe des japanischen Herstellers Nintendo, die bislang aus zwei Spielen für den Nintendo GameCube besteht.
Inhaltsverzeichnis |
Produziert wurden die Spiele von Shigeru Miyamoto, der die Inspiration zum Spiel von einer Ameisenkolonie in seinem Garten bezog. Aufgrund seines innovativen Spielkonzepts lässt sich Pikmin nur schwer in vorhandene Genres einordnen, am ehesten könnte man es als Strategiespiel bezeichnen. Die Selbsteinordnung ist „AI Action“.[1]
Der Raumfahrer Captain Olimar ist im Urlaub unterwegs, als sein Raumschiff mit einem Meteoriten kollidiert. Olimar muss auf einem unbekannten Planeten notlanden, und beim Eintritt in die Atmosphäre gehen 30 Teile seines Raumschiffs verloren, die über den ganzen Planeten verstreut werden. Die Atmosphäre des Planeten enthält die für Olimar giftige Substanz Sauerstoff, und das Lebenserhaltungssystem seines Raumanzugs hat nur noch Strom für 30 Tage. Aufgrund seiner geringen Größe von 4 cm steht Olimar scheinbar gigantischen Hindernissen wie Pappkartons, Blumen und Käfern gegenüber. Um alle wichtigen Raumschiffteile zu finden und zum Raumschiff zu transportieren, bedarf es der Hilfe der Pikmin. Die Pikmin sind 3 cm kleine Wesen, die wie Karotten aus der Erde wachsen. Auf ihrem Kopf sprießt ein Blatt, das sich bei längerem Verweilen in der Erde zu einer Knospe und schließlich zu einer Blüte entwickelt. Die Blüte zeigt an, dass sich ein Pikmin schneller bewegen kann und nach seinem Ableben eine Chance besteht, dass das Pikmin einen Samen zurücklässt. Sobald Olimar ein Pikmin aus der Erde zieht, folgt es ihm auf Schritt und Tritt und befolgt seine Anweisungen.
Der Spieler steuert Captain Olimar durch eine dreidimensionale Umgebung. Er kann Pikmin aus der Erde ziehen und diese mit den verschiedensten Aufgaben betreuen, indem er sie einfach an die gewünschte Stelle wirft. So können Pikmin Hindernisse aus dem Weg räumen, Gegner bekämpfen und gefundene Raumschiffteile zum Landeplatz tragen. Nach Ablauf eines Tages müssen die Pikmin jedoch in ihre fliegenden Behausungen, die so genannten Zwiebeln, zurückgebracht werden, um nicht den nachtaktiven Kreaturen zum Opfer zu fallen. Jede Aufgabe erfordert den Einsatz einer bestimmten Mindestanzahl von Pikmin. Zusätzliche Pikmin erhält man, wenn man die Pikmin die Kadaver besiegter Gegner zur Zwiebel bringen lässt. Es gibt drei unterschiedliche Pikmin-Arten mit unterschiedlichen Eigenschaften:
Nur durch geschicktes Koordinieren der unterschiedlichen Pikmin lassen sich innerhalb des Zeitlimits alle 30 Raumschiffteile finden.
Die Firma, in der Captain Olimar arbeitet, steht vor dem finanziellen Ruin. Zusammen mit seinem Assistenten Louie kehrt er zum Pikmin-Planeten zurück, um dort nach (mehr oder weniger) wertvollen Schätzen zu suchen.
Ein Zeitlimit wie im Vorgänger ist nicht mehr gegeben. Der Spieler steuert nun mit Olimar und Louie zwei Charaktere, die mit Hilfe der Pikmin auf Schatzsuche gehen. Dabei können erstmals auch unterirdische Höhlen erkundet werden. Gelbe Pikmin sind nun immun gegen Elektrizität, und es gibt zwei neue Pikmin-Arten, die man erhält, indem man ein beliebiges Pikmin in spezielle Blumen wirft.
Erstmals ist auch ein Zweispielermodus vorhanden.
Pikmin 2 war das erste Spiel Miyamotos, bei dem er wieder eine ähnlich starke Überwachungsfunktion einnahm, wie zuletzt in den letzten Tagen der Nintendo 64 Konsole. Dies wurde durch eine erneute Umstrukturierungsmaßnahme von Firmenchef Satoru Iwata ermöglicht.
Beide Pikmin-Teile wurden für ihre Innovationen von Fachpresse und Spielerschaft gleichermaßen belohnt. (Leicht) kritisiert wurde besonders in Pikmin 1 das Zeitlimit, welches eine freie Erkundung der Spielwelt erschwert beziehungsweise kaum möglich macht.
Olimar ist, zusammen mit den Pikmin, als Kämpfer in Super Smash Bros. Brawl vertreten. Zudem gibt es in dem Spiel eine Arena die dem Planeten der Pikmin nachempfunden ist.
Ein neuer Teil der Pikmin-Reihe wurde während des "Nintendo Roundtable" anlässlich der E3 2008 von Shigeru Miyamoto offiziell bestätigt.[2]