Der Quetschfuß ist in der Glasverarbeitung, speziell in der Vakuumtechnik eine preiswerte Methode, elektrische Verbindungen zwischen dem Innern eines Kolbens und der Umgebung gasdicht herzustellen.
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Der Quetschfuß ist noch heute Bestandteil von Glühlampen oder den entsprechenden Aufbauten in Gasentladungslampen.
Bis in die 1930er Jahre hinein wurden Elektronenröhren ausschließlich mit Quetschfuß hergestellt.[1]
Der Quetschfuß ist im Rohzustand ein Rohr aus einer Glasmischung, deren Wärmeausdehnung sehr ähnlich derjenigen der Durchführungsdrähte ist.
Das Rohrende wird mit einer Gasflamme vorsichtig erhitzt bis es plastisch formbar wird. Mit einer Zange wird das Rohrende unter weiterem Einfluss der Flamme nicht ganz zusammengedrückt. Jetzt werden die Durchführungsdrähte eingefädelt und das Rohrende dann endgültig zusammengedrückt. Nach dem Abkühlen der Glasmasse sind die Drahtenden in der Rohrverbindung eingeschmolzen. Dieser Vorgang ist in der industriellen Herstellung von Lampen vollautomatisiert.
Im weiteren Verlauf des Herstellungsvorganges wird oft noch ein Pumpröhrchen unterhalb der Quetschstelle eingeschmolzen. Dieses gestattet nach dem Zusammenschmelzen von Kolben und Quetschfuß den Anschluss einer Vakuumpumpe, um im Kolben die für die endgültige Funktion vorgesehene Atmosphäre zu schaffen:
Bei Glühlampen wird nun noch ein Stempel aus Glas an das zusammengdrückte Ende angeschmolzen, an welchen wiederum Haltedrähte für den Glühfaden eingeschmolzen wurden.
Jetzt wird das Glasrohr des Quetschfußes passend gekürzt; das ungequetschte Ende wird aufgeweitet und mit dem Kolben verschmolzen.
Als elektrische Verbindung kommen Metalldrähte zum Einsatz, welche beim Schmelzvorgang durch die teigig formbare Glasmasse gut benetzt werden und somit keine nennswerte Lücken für Diffusion von Gasmolekülen hinterlassen.
Kupfer besitzt diese Eigenschaft, weist aber auch eine wesentlich höhere Wärmedehnung als das zum Einschmelzen verwendete Bleiglas auf. Daher würde sich bei einem normalen Kupferdaht beim Abkühlen ein Spalt oder Risse im Glas durch Spannungen bilden. Daher wird ein spezieller Kupfermanteldraht eingesetzt, der einen Kern aus einer Eisen/Nickel-Legierung mit niedrigem thermischem Ausdehnungskoeffizienten besitzt.