| RPM Package Manager | |
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| Aktuelle Version: | 5.1.6 (18. Oktober 2008) |
| Betriebssystem: | Unixoide Systeme wie bspw. GNU/Linux |
| Kategorie: | Paketverwaltung |
| Lizenz: | GPL |
| Deutschsprachig: | Ja |
| rpm.org | |
RPM Package Manager (RPM, Akronym, ursprünglich Red Hat Package Manager) ist ein freies (GPL) Software-Paketverwaltungssystem entwickelt von der Firma Red Hat. Es umfasst das Paketformat und alle nötigen Programme, um RPM-Pakete zu erstellen, zu installieren und zu verwalten. RPMs (Dateiendung .rpm) sind Archive, die ein Softwarepaket enthalten (grob ähnlich dem .zip-Format). Das RPM-Format ist Teil der Linux Standard Base.
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Da es sich bei den meisten Linux-Distributionen um freie Software handelt, besteht der Vorteil einer bestimmten Distribution gegenüber anderen zu einem großen Teil aus den Annehmlichkeiten des jeweiligen Paket-Managers (und aus den zusammengestellten, getesteten und regelmäßig aktualisierten (RPM-)Paketen).
Obwohl viele Distributionen das RPM-Format benutzen, heißt das nicht unbedingt, dass ein RPM von Red Hat problemlos auf einem SuSE-System installiert werden kann. Um diesem Problem zu begegnen, hat die Linux Standard Base entsprechende Spezifikationen veröffentlicht, die ein solches Installieren von entsprechend bereiteten RPMs auf verschiedenen Systemen garantieren. Dementsprechend unterstützt jede Linux-Distribution, die LSB-spezifiziert ist, auch RPM-Pakete. RPM ist nicht auf Linux-Betriebssysteme beschränkt, sondern wird auch auf anderen Plattformen benutzt, beispielsweise AIX und Tru64.
Die RPM-Dateien sind komprimiert, die einzelnen Teile können jedoch einfach nach bestimmten Informationen durchsucht werden, denn ein Kopfdatenbereich im Binärformat ist an jedes Paket angefügt. Diese Kopfdaten sind nicht komprimiert und enthalten alle wichtigen Informationen. Das erleichtert das schnelle Durchsuchen von RPM-Paketen.
In den RPM-Spezifikationen finden sich ebenfalls die Spezifikationen für Verzeichnisse von mehreren RPM-Paketen. Die Pakete werden dabei in einem Verzeichnis gespeichert, das neben den Paketen noch Informationen über die Pakete selbst in Form von Metadaten-Dateien enthält. Wenn ein geeignetes Programm dann Informationen über die im Verzeichnis enthaltene Software benötigt, reicht es, die Metadaten herunterzuladen. In diesen Daten sind die vorhandenen Pakete, deren Versionen, Abhängigkeiten, Architektur, etc. enthalten.
Programme, die XML Package-Metadaten verwalten können, sind yum, Yast, Red Carpet, smartpm und apt-rpm.
Gegenüber vergleichbaren anderen Lösungen bietet RPM den Vorteil, dass es auch Pakete gleichen Namens installieren kann, die aber unterschiedliche Versionsnummern haben oder für unterschiedliche Architekturen erstellt wurden. Dies vereinfacht das Verwalten z.B. von mehreren Kernel-Paketen oder die Verwendung von Paketen für x86 auf x86_64-Rechnern.
Die einfachste Möglichkeit der Anwendung ist die Installation eines Paketes. Beispiel:
rpm -i foobar-1.0-1.i386.rpm
Empfehlenswerter ist allerdings, die Option -U sowohl zum Aktualisieren ("update") sowie zur erstmaligen Installation zu verwenden:
rpm -U foobar
Zur Deinstallation eines Paketes gibt man in der Konsole ein:
rpm -e foobar
Anzeigen aller im (bereits installierten) Paket enthaltenen Dateien:
rpm -ql foobar
Weiteres auf den Manpages von rpm oder siehe
rpm --help
Alle installierten Pakete (Liste mit Paketnamen) anzeigen
rpm -qa
Zuletzt installierte Pakete anzeigen
rpm -qa -last
Ermitteln, zu welchem Paket eine Datei gehört
rpm -qf <DATEINAME>