| R | |
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| Entwickler: | The R Foundation for Statistical Computing |
| Aktuelle Version: | 2.8.0 (21. Oktober 2008) |
| Betriebssystem: | Linux, Macintosh, Unix, Windows |
| Kategorie: | Mathematik, Statistik, Bioinformatik, Psychometrie |
| Lizenz: | GPL |
| Deutschsprachig: | ja |
| www.r-project.org | |
R ist eine auf vielen Plattformen verfügbare, freie Programmiersprache und Statistik-Software. Sie ist als GNU-Projekt unter einer GNU-Lizenz veröffentlicht. Bei der Entwicklung orientierten sich die Entwickler Ross Ihaka und Robert Gentleman an der in den Bell Laboratories entwickelten Sprache zur Verarbeitung statistischer Daten S sowie dessen Nachfolger S-Plus.
Das Projekt startete im Jahr 1992. Bis heute konnte es sich in allen wesentlichen Bereichen der angewandten Statistik (wie der Psychologie oder den Sozial-, Wirtschafts- und Naturwissenschaften) etablieren.[1] Bei der Entwicklung ist das aus vielen freiwilligen, oft akademischen Helfern bestehende Team inzwischen eigene Wege gegangen. Zwar laufen in S geschriebene Programme in der Regel auch in R und umgekehrt. Im Kern haben sich jedoch Unterschiede entwickelt. Vorreiter ist R in der Erstellung wissenschaftlich fundierter statistischer Grafiken.
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Der Funktionsumfang von R kann durch eine Vielzahl von Paketen erweitert und an spezifische statistische Problemstellungen angepasst werden. Viele Pakete können dabei direkt aus einer über die R-Console abrufbaren Liste ausgewählt und automatisch installiert werden. Zentrales Archiv für diese Pakete ist das CRAN (Comprehensive R Archive Network; vgl. CPAN, CTAN) [1]. Speziellere Pakete können aber auch von anderen Quellen bezogen werden, wie beispielsweise von Bioconductor [2], wo spezielle Erweiterungen aus dem Bereich der Bioinformatik, insbesondere der Analyse von Genexpressionsdaten, kostenlos bereitgestellt werden.
Grafische Benutzeroberflächen für die R Programmiersprache sind unter anderem Statistiklabor, JGR (Software) (Java GUI for R, ausgesprochen Jaguar) und RKWard. Weit verbreitet unter Windows-Anwendern ist auch der Editor Tinn-R. Mit der Erweiterung "Emacs speaks Statistics"[2] kann außerdem auch der bekannte Texteditor Emacs zur Programmierung mit R herangezogen werden.
Eine weitere grafische Benutzeroberfläche ist als R-Paket realisiert. Der R Commander (Paketname: Rcmdr) bietet über ein Menüsystem aufrufbar einige wichtige Prozeduren der explorativen und analytischen Statistik. Ebenso können über das Menü Standardgrafiken erzeugt werden. Der R Commander erleichtert das Datenmanagement und hilft beim Schreiben von Auswertskripten. Er ist betriebssystemunabhängig geschrieben[3].
Auf der R-Projekt-Seite http://www.r-project.org/GUI befindet sich eine Übersicht über verschiedene Projekte, die grafische Benutzeroberflächen für R entwickeln.
Auf der R-Projekt-Seite http://www.r-project.org/doc/bib/R-books.html befindet sich eine kommentierte Liste von Büchern, die sich mit R oder S beschäftigen.