Raúl Rojas (* 25. Juni 1955 in Mexiko-Stadt) ist Professor für Informatik an der Freien Universität Berlin mit Spezialgebiet künstliche neuronale Netze.
Nach seiner Promotion an der FU Berlin erhielt er dort auch seine Habilitation in Informatik im Jahre 1993. Anschließend übernahm er eine Professur für Künstliche Intelligenz an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von 1994 bis 1997. Im Jahr 1996 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft. Seit 1997 lehrt Raúl Rojas an der FU Berlin. Dort wurde er mit dem ersten Wolfgang von Kempelen-Preis für Informatikgeschichte ausgezeichnet. Er erhielt - gemeinsam mit seinem Team - den Preis für seine Arbeiten über Konrad Zuse und die Geschichte des Computers. Hauptsächlich ausschlaggebend für den Preis war die Rekonstruktion der Rechenmaschine Zuse Z3 und des Plankalküls, der Programmiersprache des Computererfinders Zuse, sowie für die kreative Verwendung von Informationstechnologie im Dienste der Informatikgeschichte.
Bekannt geworden ist Raúl Rojas auch durch den internationalen Erfolg, den er mit seinen Fußball spielenden Robotern, den FU-Fighters, errang. Zur Zeit arbeitet Rojas mit einem Forscherteam der FU Berlin an einem automatisch gesteuerten Pkw, dessen fahrerloser Prototyp den Namen "Spirit of Berlin" trägt.
Rojas ist verheiratet und hat ein Kind.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rojas, Raúl |
| KURZBESCHREIBUNG | mexikanischer Mathematiker, Professor für Mathematik und Informatik |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1955 |
| GEBURTSORT | Mexiko-Stadt |