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Rate Monotonic Scheduling

27. Nov 2008, 17:35

Rate Monotonic Scheduling (RMS) ist ein Prioritätsscheduling-Verfahren für unterbrechbare, periodische Jobs. Es wird häufig in Echtzeit-Systemen eingesetzt. Die Prioritäten werden statisch nach der Periodendauer eines Jobs festgelegt: je kürzer die Periodendauer eines Jobs, desto höher ist seine Priorität.

Aperiodische Jobs können innerhalb eines fiktiven periodischen Jobs ausgeführt werden, was auch als Serverprinzip bezeichnet wird.

[Bearbeiten] Einplanbarkeit

Unter welchen Bedingungen ist eine Menge von Jobs unter RMS garantiert einplanbar?

  • Hinreichende Bedingung nach Liu und Layland. Ist die Auslastung u kleiner oder gleich einer Auslastungsschranke, ist die Job-Menge einplanbar. Die Schranke ist dabei nur von der Anzahl n der Jobs abhängig:
u = \sum\frac{C_i}{T_i} \le n * (\sqrt[n]{2} -1) (mit den Ausführungszeiten Ci und den Periodenlängen Ti, i = 1 bis n, n = Anzahl der Jobs).
Mit zunehmender Anzahl von Jobs nähert sich die Schranke dem Wert \ln 2 \approx 69{,}3\%.
Wenn also die berechnete Auslastung u unter 69,3% liegt, sind die Jobs sicher einplanbar. Wenn die tatsächliche Auslastung größer als u ist kann aber trotzdem ein Ablaufplan unter RMS existieren, mit dem kein Job seine Deadline verletzt.
  • Harmonische Periodendauern. Wenn die Periodendauern Vielfache voneinander sind (harmonisch), sind die Jobs einplanbar, falls u \le 1. Unter dieser Bedingung ist RMS also optimal.

[Bearbeiten] Literatur

  • Liu, Jane W. S., "Real-time systems", Prentice Hall, Upper Saddle River, NJ, 2000
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