ReadyBoost ist der Name einer Cache-Technik, die im Betriebssystem Microsoft Windows Vista inbegriffen ist. Ein Computer mit Windows Vista kann durch die Einbindung von Flash-Speicher auf einem USB-Stick, SD-Card, CompactFlash oder einer anderen Art Flash-Speicher geringere Reaktionszeiten ermöglichen bzw. dadurch die Systemleistung erhöhen.
Bei Anwendung eines ReadyBoost-fähigen Speichergerätes zur Zwischenspeicherung ermöglicht Windows Vista wahlfreie Lesevorgänge mit einer Geschwindigkeit, die üblicherweise acht bis zehn mal größer ist als die herkömmlichen Lesevorgänge von einer Festplatte.
Dieses Zwischenspeichern wird auf den gesamten Datenspeicher angewendet, nicht nur etwa auf die Auslagerungsdatei oder Systemdateien. Flash-Speicher sind im sequentiellen Lesen und Schreiben normalerweise langsamer als Festplatten, deshalb wurde in ReadyBoost eine Logik implementiert, die große, sequentielle Lesevorgänge erkennt und diese Anfragen direkt über die Festplatte ausführt. Die Schreibzugriffe werden auf dem Datenträger möglichst gleichmäßig verteilt, um Verschleiß an besonders häufig beschriebenen Stellen vorzubeugen.
Benchmarks zeigen, dass ReadyBoost in der aktuellen Fassung unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen kann. Gerade auf Rechnern mit wenig physikalischem RAM kann ReadyBoost einen deutlich messbaren Performance-Vorteil bringen.[1] Wenn ein kompatibles Gerät angeschlossen wird, bietet das Windows-AutoPlay-Dialogfenster eine zusätzliche Option zur Beschleunigung des Systems an. Ein zusätzlicher ReadyBoost-Reiter wird im Eigenschaften-Dialog des jeweiligen Laufwerks hinzugefügt, wo die Menge des dafür vorgesehenen Speicherplatzes angepasst werden kann.[2]
ReadyBoost wird eventuell in einer zukünftigen Version zusätzlich freien Arbeitsspeicher auf anderen, vernetzten Windows-Vista-PCs einbinden können.[3] Allerdings ist diese Funktion in der aktuellen Windows-Vista-Version nicht vorhanden.
Ein Gerät muss die folgenden Voraussetzungen für die Kompatibilität erfüllen:
Weil ReadyBoost von Microsoft für Windows-Versionen vor Vista nicht angeboten wird, gibt es mittlerweile Drittanbieter wie beispielsweise eBoostr, die diese Lücke füllen.