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Restwelligkeit

12. Aug 2008, 04:02

Unter Restwelligkeit versteht man den verbliebenen (meist unerwünschten) Wechselspannungsanteil eines durch Gleichrichtung erhaltenen Mischstroms. Bei Einweg- und Zweiweggleichrichtung ist die Restwelligkeit ohne Anwendung eines Glättungskondensators, einer Glättungsdrossel oder beiden, für die meisten Anwendungen, insbesondere für die Stromversorgung elektronischer Geräte zu hoch. Auch geregelte Netzteile und Schaltnetzteile haben eine, wenn auch wesentlich geringere Restwelligkeit.

Die Restwelligkeit wird angegeben entweder

  • in Prozent: 100 · Δua / Ua
  • in Dezibel: 20 · log(Δua / Ua) oder auch oft als Absolutwert
  • in mVeff (Effektivwert) oder mVss (Spitze - Spitze).

Sie berechnet sich folgendermaßen:

(T ist die Periodendauer, x(t) ist entweder eine Funktion des Stroms oder der Spannung in Abhängigkeit von der Zeit, je nachdem was gegeben ist)

Effektivwert X des Mischstroms:

X = \sqrt{\frac{1}{T} \int_0^T x^2(t)\,\mathrm dt}

Gleichwert x des Mischstroms:

x=\frac{1}{T} \int_0^T x(t)\,\mathrm dt

Formfaktor (Elektrotechnik) F:

F = \frac{\text{Effektivwert}}{\text{Gleichanteil}} = \frac{X}{x}

Restwelligkeit ω:

\omega = \sqrt{F^2-1}

(ω ist hier nicht mit der Winkelgeschwindigkeit zu verwechseln, die im Normalfall in der Funktion x(t) auftaucht.)

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